Auf das große Fressen folgen große Pläne

Bild: Flickr, Vegan Feast Catering, CC BY 2.0

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An den Weihnachtsfeiertagen und zu Silvester wird kulinarisch meist über die Strenge geschlagen und gerne über den Durst getrunken. BIORAMA gibt Tipps, wie man es im neuen Jahr besser machen kann.


Zu Weihnachten wird zwar eigentlich der Geburtstag von Jesus gefeiert, doch für die meisten Menschen ist Weihnachten vor allem ein Fest, das man gemeinsam mit der Familie oder mit guten Freunden verbringt. So stehen an den Feiertagen für viele Besuche bei Eltern, Geschwistern oder Omas und Opas an und bei diesen Gelegenheiten wird ausgiebig gefuttert. Die zahlreichen Weihnachtsbäckereien, Festtagsbraten und Leckereien aller Art, die einem da aufgetischt und zum Teil sogar gänzlich ungefragt angetragen werden, können einem schon auf den Magen schlagen und auch die Kilos in die Höhe treiben. Der plötzliche und oft ausgiebige Kontakt mit dem ein oder anderen Familienmitglied, das man das restliche Jahr über eher meidet, kann außerdem dazu führen, dass der ein oder andere zu tief ins Glas schaut und am nächsten Tag mit einem schlimmen Kater zu kämpfen hat. Doch auch nach den Weihnachtsfeierlichkeiten wird dem bereits stark strapazierten Verdauungstrakt keine Ruhe gegönnt, denn dann steht auch schon Silvester vor der Tür. Ob Fondue, Raclette, Wein, Sekt: Der Jahreswechsel wird, ebenso wie das Weihnachtsfest, schnabulierend und schlürfend verbracht. Doch was man im Jahr 2015 noch als Gaumenschmaus empfindet, kann einem im neuen Jahr bereits ungut auf den Hüften bzw. im Magen liegen. Da bietet sich der altbewährte Brauch der Neujahrsvorsätze an und es ist schnell beschlossen, dass man seinen Körper und seinen Geist nach dem größten Gelage des Jahres wieder auf Vordermann bringen will und dass man auch abseits vom großen Fressen etwas Sinnvolles vollbringen will. Hier ein paar nützliche Tipps für alle, die schon aus dem Feiertagsurlaub zurückgekehrt sind.

1. Zurückkehren zu bewährten Ernährungsmustern

Auch für Menschen, die sich die meiste Zeit über ausgewogen und gesund ernähren, kann es nach den Festtagssünden der vergangenen Tage schwierig sein, zu den bewährten Ernährungsmustern zurückzufinden. Um den inneren Schweinehund, der weiterhin nach Süßem, Fettigem und Frittiertem verlangt, zu überwinden, hilft es, sich aller verlockenden Süßigkeiten, die man noch zu Hause hat, zu entledigen. Denn sind die Übeltäter erst einmal aus den Augen, kommen sie einem auch kaum noch in den Sinn. Alternativ dazu: Man startet mit seinem Neujahrsvorsatz erst, wenn wirklich alle übrig gebliebenen Leckereien verputzt sind.

2. Superfood nach dem Fest

Um den Verdauungstrakt nicht auch noch im neuen Jahr überzustrapazieren, ist es sinnvoll, zunächst mit einen Suppen- oder Salat-Tag ins neue Jahr zu starten. Kraut und Kohl bieten sich da ebenso an wie die Suppen-Klassiker Karotten, Rüben, Pastinaken, Zwiebel und Erdäpfel. Passend auch für diejenigen, die vergessen haben, vor dem Wochenende einzukaufen und daher nur noch ein paar klägliche Gemüsereste zu Hause haben. Übrigens: Wie man Gemüse richtig lagert, kann man hier nachlesen.

3. Leber-Reparatur

Auch Knoblauch, seit jeher als Mittel gegen Herz-Kreislaufprobleme und das Böse im Allgemeinen betrachtet, unterstützt die Leber bei der Verarbeitung der Giftstoffe.

Bild: Flickr, Isabel Eyre, CC BY 2.0

Bild: Flickr, Isabel Eyre, CC BY 2.0

4. Für Hydration sorgen

Außerdem gilt: Der Körper braucht Flüssigkeit, um funktionieren zu können. Und damit ist weder der edle Wein, den man zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, noch der übrig gebliebene Silvestersekt gemeint. Nein, von Wasser ist die Rede. Alternativ zu Wasser bietet sich auch Tee, vor allem Grüntee, an, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dafür sorgen die zahlreichen im Grüntee enthaltenen Antioxidantien, die die freien Radikale im Körper binden.

Bild: Flickr, JD, CC BY 2.0

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5. Bewegung statt Binge-Watching

Um sich nach den Feiertagen wieder vollends fit zu fühlen, reicht es aber nicht, nur seine Ernährung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Hat man die Weihnachts- und Silvesterfeierlichkeiten hauptsächlich in gemütlichem Rahmen – schlemmend rund um den Esstisch, faul lümmelnd auf der Couch oder trinkend am Punschstand – verbracht, sollte man nun wieder etwas mehr Bewegung in seinen Alltag integrieren. Auch wenn die kalte Jahreszeit bekanntlich nicht zu Outdoor-Sportarten einlädt, gibt es doch Möglichkeiten, Sport zu treiben oder körperlich aktiv zu werden. Statt mit dem Auto oder mit den Öffis zu seinem Arbeitsplatz zu gelangen, kann man den Weg – oder zumindest einen Teil des Weges – zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Auch Treppensteigen ist wieder angesagt.

Für Frischluftfreunde bietet sich ein ausgedehnter Winterspaziergang an und für diejenigen, die ihre Freizeit lieber zu Hause verbringen, eignen sich einfache durchzuführende Muskelübungen wie etwa Sit-Ups oder Hanteltraining, für die man nicht extra ins Fitnessstudio fahren muss. Die körperliche Betätigung trägt nicht nur dazu bei, dass der Kreislauf wieder in Schwung kommt, sondern setzt auch Glückshormone frei.

Bild: flickr, Sakeeb Sabakka, CC BY 2.0

Bild: flickr, Sakeeb Sabakka, CC BY 2.0

… und noch mehr Vorsätze

Für diejenigen, die nicht nur zahlreiche Weihnachtsgeschenke in Unmengen an Geschenkpapier und Schleifen gehüllt haben, sondern auch ebenso viele aufwendigst verpackte Präsente unter dem Weihnachtsbaum begeistert aufgerissen und somit den Berg an Papiermüll aufgestockt haben, passt der Neujahrsvorsatz der Verpackungsentsagung ganz gut. Im neuen Jahr sollte man also möglichst zu unverpackten Produkten greifen und immer ein Stoffsackerl – für etwaige spontane Shoppinganfälle – dabeihaben.

An den Feiertagen bekommt man es meist auch mit den Verwandten zu tun, die so gar kein Verständnis für die jeweiligen Ernährungsgewohnheiten aufbringen. Da kann es dann schon einmal passieren, dass man der Großtante zuliebe doch ein Ei aus Bodenhaltung verputzt, obwohl man unter normalen Umständen strikt dagegen wäre. Daher steht im neuen Jahr wieder mehr Selbstdisziplin im Bezug auf Bioprodukte, Regionalität und Nachhaltigkeit am Programm.

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