Recycling-Kunst und Müll-Mode

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Das MAK beteiligt sich kommenden Samstag (2. Oktober) an der Langen Nacht der Museen – warum das für uns besonders spannend ist? Das Thema ist dieses Mal „Vienna Upcycled. Re-Inventing the Old.“

Die ORF Lange Nacht der Museen ist nun schon fast eine Institution. Trotzdem möchten wir diesmal besonders auf das Programm im Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst (MAK) hinweisen, die die Leser von Biorama interessieren könnte:
„Vienna Upcycled. Re-Inventing the Old“ zeigt den Versuch aus Müll Mode zu machen. Stephan Hann wird zu diesem Zweck einen Workshop abhalten, in dem aus alten Plastiksäcken, Zelluloidstreifen,  Tetrapackungen und anderem Mode entstehen soll. Diesmal heißt es sogar Bring-Your-Own-Trash – wer also seinen eigenen Müll verarbeiten will, kann ihn am Samstag mit zum Workshop nehmen. Für alle, die nicht ihren Abfall durch die halbe Stadt tragen wollen, gibt es alte MAK Design Shop-Taschen zum verarbeiten.  In einer Modenschau wird man sich auch ansehen können, wie die Müll-Kleidung hätte aussehen sollen. Hann zeigt da nämlich seine Stücke, die im Moment bei der Pariser Ethical Fashion Show zu sehen sind. Die dort gezeigte Mode orientiert sich an historischen Kleidungsstücken aus der MAK-Sammlung.

Wer aber weiß, dass es bei Modeschauen immer auf die Accessoires ankommt, wird sich am Schmuck-Workshop der Gruppe gabarage upcycling design erfreuen. Hier kann man sein schlummerndes Talent für Drecksdesign richtig ausleben. Puzzleteile, Milchpackungen und Flaschenstöpsel kommen da ebenso zum Einsatz, wie die eigene Kreativität.

Schön, dass man hier aus Müll etwas Schönes machen kann. Trotzdem geht uns die philosophische Überlegung nicht aus dem Kopf: Gäbe es den Müll nicht, gäbe es auch diese Kunst nicht – gäbe es diese Kunst nicht, würden wir über den Müll wohl gar nicht nachdenken.

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