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Wie aus afrikanischen Eseln chinesische Medizin wird

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Esel Westafrika Transportmittel

In Afrika werden Esel als Lastentiere und Transportmittel benutzt.

In einigen westafrikanischen Ländern ist der Export von Eseln jetzt verboten. Warum? Weil sie dort vom Aussterben bedroht sind.

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Esel gelten in China als Delikatesse, ihr Fleisch ist gesundheitsfördernd und soll die Libido anregen. Ebenso wird Esel-Gelatine für Süßigkeiten, die traditionelle Medizin und teure Kosmetika benutzt, die Falten verhindern sollen. Das im Land der Mitte beliebte Ejiao, das beim Kochen von Eselleder entsteht, ist eines der drei Hauptmittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird seit 2500 Jahren gegen allerlei Krankheiten eingesetzt. Ein wahres Wundermittel. Doch was stellt die steigende Nachfrage mit der Eselpopulation in China und anderswo an?

Esel Leder Ejiao Westafrika China

Ejiao ist ein Heilmittel in der TCM. Ihm wird eine blutbildende Wirkung nachgesagt.

Da die wohlhabende Mittelschicht in China immer größer wird und mehr und mehr Luxus konsumieren möchte, wächst die Nachfrage nach den Lastentieren enorm. In den letzten 20 Jahren ist die Zahl bereits von elf auf sechs Millionen zurück gegangen und so muss jetzt aus dem Ausland zugekauft werden. Da in Westafrika viele Esel gezüchtet und als Transportmittel halten werden, importieren Chinesen gerade in den letzten Monaten Hunderttausende der Tiere. Mit schweren Folgen für die afrikanischen Regionen.

Gefahr der Ausrottung für westafrikanischen Esel

Die Exporte im Niger sind um über das Dreifache gestiegen, in Burkina Faso haben sie sich in nur einem Jahr verachtzehnfacht. Hunderttausende Esel werden jedes Jahr von Westafrika nach China gebracht, aus den ärmsten Ländern der Welt in das aufstrebende Reich der Mitte. Wenn es sein muss, auch illegal. The Guardian berichtet, dass sie seit Jahrtausenden oft gleich mehrere Rollen im Alltag spielen – sie sind Auto-Ersatz, Lastentier und Landwirtschaftshelfer und wesentlich ausdauernder als Pferd oder Kamel – wurde in einigen Staaten ein Exportverbot erwirkt. Burkina Faso stoppte Anfang August die Verschiffung von lebenden Tieren, Haut und Knochen und der Niger zog Mitte September nach. Doch dies heißt nicht, dass die Tiere gerettet sind, denn noch immer werden Herden in Nachbarländer getrieben und von dort aus verladen.

Eine kurzfristige Auswirkung auf die Wirtschaft ist zum Beispiel, dass sich viele Züchter im Moment nur noch auf Esel konzentrieren und somit die Zucht anderer Nutztiere wie Ziegen völlig vernachlässigen. Die Grautiere werfen in diesem Jahr mehr und mehr ab, Preissteigerungen um das Dreifache sind für einheimische Bauern und andere Nutzer nicht mehr bezahlbar. Im Niger müssen anstatt von anfänglich 34 nun 147 Dollar für einen Esel bezahlt werden, so der Guardian. Und da sowohl die Zahl der Esel als auch Ziegen und Schafe sinkt, werden alle drei immer teurer. Um der Nachfrage nach Eseln in Zukunft hinterher zu kommen, müssen jetzt mehr gezüchtet werden – doch auch dies ist ein langfristiger Prozess. Eine lange Tragzeit von zehn bis dreizehn Monate, dazu kommen circa zwei Jahre bis sie fortpflanzungsfähig sind. So können in den nächsten Jahren nicht mehr viele Tiere exportiert werden, wenn man die drohende Ausrottung verhindern möchte.


Um den Menschen wieder ein Stück Zukunft zu geben, kann man Frauen in Afrika Esel zu Weihnachten schenken:

Schenk doch einen Esel – die etwas anderen Weihnachtsgeschenke

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