Rasen und Roboter: Feind der Bienen und der Biodiversität

Mäherroboter sind Feinde der Bienen und Biodiversität. Sie verhindern die Blütenentwicklung und machen Rasenflächen zu Todeszonen.

Rasenmäher Roboter
Bild: pixbay.com /Markus Distelrath.

Wer auf kurz getrimmten Rasen steht, empfindet den Mähroboter als praktisch. Auch für die Nachbarschaft ist er angenehm, weil – im Gegensatz zum klassischen Rasenmäher – leise. Für die Vielfalt im Garten hingegen ist er eine Katastrophe. Dabei steht der Roboter sinnbildlich für einen insgesamt problematischen Zugang zur Natur.

»Mähroboter dienen der permanenten Aufrechterhaltung von Graswüsten«

Annett Welskop

Ökologisch gesehen stellt zwar das Anbauen eines Rasens – als Monokultur – das eigentliche Problem dar. Doch erst, indem der Roboter unentwegt durch den Garten schleicht und das Grün kurz hält, macht er den Stoppelrasen endgültig zur Todeszone. »Aufgrund der kurzen Mähintervalle ist die Entwicklung von Blüten nicht mehr möglich. Dies hat dramatische Folgen, denn durch die zu Tode gepflegten Graswüsten steht während der gesamten Vegetationszeit keine Nahrung für Insekten und Kleinlebewesen zur Verfügung«, sagt Welskop, die sich als Naturgartenplanerin (»HaBeeTat«) in Radeberg bei Dresden dem Gestalten naturnaher Lebensräume verschrieben hat.

Ein Bild, das jemandem mit Mähroboter im Garten verwährt bleibt. Stoppelrasen, die ununterbrochen geschoren werden, verhindern die Entwiklung von Blüten und machen die Rasenflächen im Garten zu Todeszonen. Bild: pixabay.com Erik Karits.

»Sollten sich auf diesen Flächen dennoch Insekten einfinden, werden im bodennahen Bereich während der Mahd regelmäßig 95 Prozent getötet und auch für Kleintiere wie Igel besteht permanent die Gefahr, dass sie verletzt oder getötet werden.«

Annett Welskop

Dieser Artikel ist im BIORAMA-Magazin #73 erschienen

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