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Die kuriosesten Tiere aus den Donau-Auen

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So sieht eine Eintagsfliege aus. (Bild: Reisinger, Nationalpark Donauauen)

Im Nationalpark Donauauen lebt so einiges seltenes und kurioses Getier. Das hier sind die sonderbarsten unter den heimischen Arten. 

Vor den Toren Wiens – auch wenn es keine Stadttore mehr gibt – liegt der Nationalpark Donauauen. Entlang der Donau herrscht eine enorme Biodiversität und Artenvielfalt. Sie zu schützen, ist Ziel des Nationalparks. Unter seinen Bewohnern finden sich auch eine Menge kurioser Arten. Da gibt Fische, die mit dem Darm atmen, Urzeitkrebse und Zikaden, die Bäume zum Spucken bringen.

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Mit ihren oft bizarr erscheinenden Eigenschaften und Merkmalen haben sich die Arten an ökologische Nischen angepasst, über Jahrtausende hinweg. Gerade in Fluss– und Auenlandschaften tun sich besonders viele unterschiedliche Nischen auf.

Das ist eine Gottesanbeterin. (Bild: Baumgartner, Nationalpark Donauauen)

Nach der Paarung frisst die weibliche Gottesanbeterin das Männchen. Dort, wo es im Nationalpark Donauauen besonders warm ist, lässt sich die Fangschrecke im Frühling und Sommer gut beobachten.

Eine Krabbenspinne. (Bild: Baumgartner, Nationalpark Donauauen)

Wie eine Spinne sieht die Krabbenspinne eigentlich nicht aus. Ihr krebsartiges Äußeres verleiht ihr deshalb ihren Namen. Eine besondere Fähigkeit haben die Weibchen: Sie können zur Tarnung ihre Farbe wechseln.

Unverkennbar, eine Ringelnatter. (Bild: Kern, Nationalpark Donauauen)

Die Ringelnatter  ist nicht nur deshalb eine Besonderheit, weil sie eine Schlange ist und trotzdem bei uns heimisch ist, sondern auch wegen ihrer ganz besonderen Taktik, um sich vor Feinden zu schützen. Dann stellt sie sich nämlich tot, verdreht die Augen, lässt die Zunge heraushängen. Akinese nennt sich diese schauspielerische Leistung.

Ein Rotbauchunke in sogenannter Kahn-Stellung. (Bild: Ute Nüsken)

Wenn sie in Gefahr gerät, drückt die Rotbauchunke den Rücken zum Hohlkreuz durch, sodass ihr rot gefleckter Bauch sichtbar wird. Damit signalisiert sie Feinden: „Vorsicht, könnte giftig sein.“ Die größte Gefahr für die Unken besteht allerdings in Entwässerung und in Flussbegradigungen. Denn dadurch geraten ihre Lebensräume in Bedrängnis.

Hier wird ein Schlammpeitzger präsentiert. (Bild: Robert Konecny)

Der Schlammpeitzger ist ein länglicher Fisch, der in stehenden Gewässern und im Uferbereich größerer Flüsse lebt – dort, wo es schlammig ist. Bei Tag vergräbt sich der Schlammpeitger im Matsch, erst zur Dämmerung begibt er sich auf Nahrungssuche. Seine Fähigkeit, durch den Darm zu atmen, hat ihm den wunderbaren Spitznamen „Furzgrundel“ eingebracht.

Ein Urzeitkrebs mit dem schönen Namen Eubranchipus grubii. (Bild: Marion Schindlauer)

Den Urzeitkrebs hat es schon gegeben, da bevölkerten noch nicht einmal Dinosaurier die Erde. Im Nationalpark Donauauen tauchen unterschiedliche Arten immer wieder auf, vor allem dort, wo sich kurzfristig Senken mit Wasser füllen, in Tümpeln und Teichen.

Mit stolzer Körperhaltung: der Wachtelkönig. (Bild: BirdLife)

Der Wachtelkönig ist ein lauter Zeitgenosse. Bis zu 100 Dezibel laut wird sein „rerrp-rerrp“, vor allem nachts und stundenlang. Allerdings ist er nicht ohne Grund so laut. Schließlich ist das Gebrüll sein Lockruf zur Paarung.

Schaumig: die Weidenschaumzikade. (Bild: Schneider, Nationalpark Donauauen)

Die Weidenschaumzikade  hinterlässt einen Schaumteppich, statt eines Spinnennetzes. Der Schaum, den die Zikade im Geäst produzieren, nennt man im Volksmund auch „Hexenspucke“.

Besonders flexibel: der Wendehals. (Bild: Kreinz, BirdLife)

Ein schlanker Spechtvogel ist er, der Wendehals Er siedelt bevorzugt auf Wiesen, auf denen es nur wenige Bäume gibt, denn seine Nahrung findet er vor allem auf dem Grund. Ameisen sind sein Hauptnahrungsmittel. Da hierzulande immer mehr Böden versiegelt sind oder von der Landwirtschaft intensiv und unter Pestizid-Einsatz bewirtschaftet werden, steht der Wendehals inzwischen auf der Roten Liste bedrohter Arten.

 

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