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Bücher für kleine Katzenfreunde

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© Jürg Obrist, Atlantis Verlag

Katzen sind – deutlich vor den Hunden – die beliebtesten Haustiere in Österreich, in Deutschland und in der Schweiz. Schon die Kleinsten nehmen die Vierbeiner als Teil der Familie wahr. Wenig überraschend ist es daher, dass Katzen zahlreich in der Kinderliteratur auftreten – und gar nicht so selten sind sie die Protagonisten, die mit all den katzentypischen Eigenschaften ausgestattet wurden. Anhänglich und treu oder unberechenbar und widerspenstig: Die hier vorgestellten Kinderbücher erzählen von ganz unterschiedlichen Charakteren.

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© Ravensburger Verlag

Vom Alltag eines kleinen Kindes und seines Haustiers erzählt „Mein Kater Mog und ich“. Bei allem, was Nicky macht, ist Mog mit dabei: Die beiden strecken und waschen sich, sie spielen miteinander und schlafen gemeinsam in Nickys Bett ein. Bananen überlässt Mog aber dann doch seinem menschlichen Freund, er bevorzugt Fisch. In der zweiten Episode lernen wir Mogs große Familie kennen. Die Katzen leben an unterschiedlichen Orten, und wenn sich alle treffen, wird gefeiert. In der dritten Geschichte betreut Mog zwei freche Kätzchen und hat weniger Zeit für Nicky. Der ist traurig, doch schließlich finden die Kätzchen ein neues Zuhause. Im letzten Kapitel wird erzählt, was die beiden Freunde in ihrer Freizeit machen. Gemeinsam spielen sie im Garten, der eine isst Erdbeeren, der andere Käfer. Mog schnuppert an Maulwurfhügeln, Nicky an Blüten. Wenn es spät ist, spielt Mog noch ein wenig alleine draußen – aber weil er ein guter Freund ist, kommt er immer wieder zurück ins Haus. Liebevoll illustriert, einfach und logisch erzählt … ein empfehlenswertes Buch für die kleinsten Katzenliebhaber.

„Mein Kater Mog und ich“ von Judith Kerr ist im Ravensburger Verlag erschienen. 42 Seiten. Für Kinder ab 2 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Druck: keine Angabe
Papier: keine Angabe

© Carlsen Verlag

„Miau-mio, halli-hallo, macht alle mit, ich freu mich so!“ Kater Karl hat Geburtstag – und weil die Eltern bei Tante Trude sind und die beiden Kinder des Hauses sturmfreie Bude haben, lädt Karl seine Freunde ein. Zuerst wird Torte gegessen, dann spielt die bunte Runde Würstchenschnappen, Topfschlagen und Eierlaufen. Die Spiele Zirkus Ringelrei und Spaßbadwellenrückenschwimmen stellen das Haus auf den Kopf. Zum Glück schaffen es die Freunde, das lustige, bunte Chaos rechtzeitig wieder aufzuräumen! Als die Eltern nach Hause kommen, ist alles blitzblank sauber und aufgeräumt. Kater Karl hat offenbar gut auf die Kinder aufgepasst. Im Bett öffnet Karl einen Brief und verkündet, dass bald die Geburtstagsfeier des Elefanten im Zoo stattfindet. Die Vorfreude ist groß, und aufmerksame kleine Leser können sich bestimmt schon ausmalen, wie die nächste Party verlaufen wird. Durch die Reime von Elfe Maria Opiela und die witzigen Illustrationen von Anna Taube wird die coole Katzengeburtstagsparty noch turbulenter. Ein Riesenspaß!

„Weil Kater Karl Geburtstag hat“ von Elfe Maria Opiela und Anna Taube ist im Carlsen Verlag erschienen. 32 Seiten. Für Kinder ab 3 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Druck: keine Angabe
Papier: aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label)

© Magellan Verlag

Dieser Kater ist eindeutig der König im Haus. Ziemlich eigensinnig ist er, ein wenig eingebildet auch – er macht seinen Menschen aber auch wirklich viel Freude. Als eines Tages ein Hund ins traute Heim kommt, versteht Kater die Welt nicht mehr. Auf seltsame Art und Weise müsse er seine Menschen verärgert haben, sinniert er. Die erheiternden Illustrationen von Marta Altés zeigen ganz deutlich: Katze und Hund sind einfach grundverschieden. Aus der Perspektive des Katers betrachtet sind die Köter nervig, komisch, widerlich und darüber hinaus auch ziemlich dumm. Der Kater beginnt krampfhaft, sein Revier zu verteidigen, der Hund jedoch steigt überhaupt nicht auf seine Spielchen ein. Aber das Problem scheint sich von selbst zu lösen: Der Hund geht nach draußen! Was der Kater natürlich nicht weiß, ist, dass Hunde manchmal Gassi gehen müssen … und obwohl er die scheinbar wiedererlangte Ruhe anfangs genießt, vermisst der Kater den zweiten Vierbeiner dann doch. Eine erfrischend komische Geschichte über Familienzuwachs, Eifersucht und die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen.

„König Kater“ von Marta Altés ist im Magellan Verlag erschienen. 32 Seiten. Für Kinder ab 3 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Druck: in Belgien
Papier: aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label)

© Atlantis Verlag

Erst kürzlich ist eine etwas andere Bauernhofgeschichte, die vom 2013 verstorbenen Schweizer Max Bolliger geschrieben und von Jürg Obrist passend illustriert wurde, neu erschienen. Der Hauptcharakter, ein schwarzer Kater namens Clemens, schleicht auf der Suche nach seiner eigenen Identität auf unsicheren Pfoten durch die Welt. So gerne würde er bei den anderen Tieren am Hof beliebt sein. Diese haben das geringe Selbstwertgefühl des Katers natürlich bereits wahrgenommen und nützen es schamlos aus, indem sie ihn mit ihren schönen Worten umschmeicheln und Interesse für sein Auftreten heucheln. Clemens findet immer mehr Gefallen daran, an den anderen Tieren vorbeizustolzieren, in der Hoffnung, weitere Komplimente zu erhaschen. Für die Dinge, die Katzen für gewöhnlich tun und die ihm früher wichtig waren, hat Clemens keine Zeit mehr – nun muss er sich (ver)kleiden, so wie es die anderen vorgeschlagen hatten, und sieht schließlich gar nicht mehr aus wie eine Katze. Die anderen Tiere lachen den Kater aus, woraufhin er für sieben Tage vom Bauernhof verschwindet und „geheilt“ zurückkehrt. Ohne erhobenen Zeigefinger lehrreich und sehr zu empfehlen.

„Kater Clemens“ von Max Bolliger und Jürg Obrist ist im Atlantis Verlag erschienen. 32 Seiten. Für Kinder ab 5 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Druck: Grafisches Centrum Cuno, Calbe (Deutschland)
Papier: keine Angabe

© Lingen Verlag

Mombert ist ein mürrischer, eigensinniger Kater, der am liebsten alleine durch die Gassen streift. Als eines Nachts ein heftiges Gewitter aufzieht, sucht Mombert vergeblich nach einem Unterschlupf. Nicht nur er ist völlig durchnässt und friert: Ein kleines rotes Kätzchen schmiegt sich hilfesuchend an den schlecht gelaunten Kater. Als der Regen vorüber ist, verfolgt es Mombert auch noch. Das ist zu viel des Guten. Mombert will das Kätzchen loswerden und springt auf einen hohen Baum – natürlich hüpft das Kätzchen entschlossen hinterher. Da es sich aufgrund Momberts Widerspenstigkeit nun in einer verzwickten Lage befindet, gelangt der Kater endlich zur Einsicht. Er rettet das Kätzchen und erkennt, wie schön es ist, einen kleinen Freund an seiner Seite zu haben. Eine schöne kleine Geschichte der großartigen Britta Teckentrup, deren Illustrationen diesmal etwas Grobes, Düsteres anhaftet, was den Charakter Momberts aber recht gut zum Ausdruck bringt.

© Britta Teckentrup, Lingen Verlag

„Mombert“ von Britta Teckentrup ist im Lingen Verlag erschienen. 32 Seiten. Für Kinder ab 4 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Druck: in China
Papier: aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label)

© kunstanst!fter Verlag

Künstlerisch wertvoll, anspruchsvoll und (auch aufgrund der Handschrift, die für den Text verwendet wurde) vielmehr zum Vorlesen als zum Selberlesen geeignet ist das zweite von Verena Stegemann und Orlando Hoetzel gemeinsam gestaltete Bilderbuch mit dem geheimnisvollen Titel „Märchenkatze Licht“. Wie bei Britta Teckentrups „Mombert“ wird auch hier von einem eigenbrötlerischen Kater erzählt, der sich mit niemandem anfreunden möchte. Diesmal ist es ein Kind – der pummelige, dickköpfige Murmel – der es schafft, die Katze streichelweich zu machen. Der Vierbeiner erzählt dem Kind skurrile Geschichten, damit die Augen Murmels zu leuchten beginnen. Zwei Außenseiter haben sich angefreundet. Ganz rund ist die Geschichte nicht, und die Botschaft ist auch etwas zu gut verpackt – eher ein Buch für Erwachsene.

© Orlando Hoetzel, kunstanst!fter Verlag

 

„Die Märchenkatze Licht“ von Verena Stegemann und Orlando Hoetzel ist im kunstanst!fter Verlag erschienen. 64 Seiten. Für Kinder ab 5 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Druck: Druck und Verlag GmbH, Karlsruhe (Deutschland)
Papier: Munken Lynx, aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label)

© Aracari Verlag

Es kommt wahrlich selten vor, dass Eltern nichts dagegen haben, wenn ein und dieselbe Kinderlieder-CD auf und ab gespielt wird. „‚Hallo‘, sagt die Katz’“ ist eine solche Ausnahme. Traditionelle Kinderlieder wie „Alle meine Entchen“ und „Bruder Jakob“ wurden vom Schweizer Christian Schenker neu arrangiert, dazu kommen seine eigenen genialen Kompositionen wie „Der Elefant ist sehr entspannt“, „Tausendfüßler haben viel zu tun“ oder „Wenn die Eule heult“. Das titelgebende Lied „‚Hallo‘, sagt die Katz’“ beschreibt ein Katz-und-Maus-Spiel. Eine Katze möchte eine Maus überlisten, diese ist jedoch klug genug und kann sie abwimmeln. CD und Textheft sind in einem wunderbaren Bilderbuch versteckt, das keine geringere als Mies van Hout gestaltet hat, bekannt geworden durch ihre bunten Fische, die Gefühle zeigend durch ein schwarzes Bilderbuch („Heute bin ich“) schwimmen. Eine Kaufempfehlung! Buch und CD gibt es übrigens auch in einer Schwiizerdütschen Ausgabe – da gibt es dann unter anderem „Alli mini Äntli“ zu hören.

© Mies van Hout, Aracari Verlag

„Hallo“, sagt die Katz’“ von Mies van Hout und Christian Schenker ist im Aracari Verlag erschienen. 32 Seiten. Inklusive CD und Textbuch. Für Kinder ab 2 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Druck: Tien Wah Press (Malaysia)
Papier: keine Angabe
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