Meine Stadt: Bamberg

Lieblingsplätze und Eco-Hotspots in Bamberg.

Blick auf den Stiftsgarten. Foto: Archiv des Bamberg Tourismus & Kongress Service

In herausgehobener Lage

Rund um die ehemalige Benediktinerabtei von 1015 befindet sich der Stiftsgarten. Aus den Früchten der alten und schützenswerten Streuobstbestände und dem Wein des Klosters Michaelsberg stammen erlesene Erzeugnisse wie Apfelsecco und Quitten-Edelbrand, die nachhaltig die lokale Genusskarte bereichern.

Die Flussbadestelle Hainbad.
Foto: Frank Keil.

Hain und Hainbad

Nicht einmal 15 Minuten von der Innenstadt entfernt befindet sich der Stadtpark Hain mit botanischem Garten. Eine ausgedehnte, ganzjährig beliebte Parkanlage zwischen dem rechten und linken Arm der Regnitz. Die Flussbadestelle Hainbad, 2018 runderneuert, ist seit 1935 einer der Hotspots zwischen Frühjahr und Herbst – bei zwei Euro Eintritt.

Das Bier „Hopfen Gold“ vom Hopfengarten.
Foto: Hopfengarten.

Gärtnerei und Brauerei

Er blickt auf eine über 450-jährige gärtnerische Familientradition zurück und geht doch neue, eigene Wege. Kris Emmerling führt den Hopfengarten, die kleinste Brauerei Bambergs. Die Hopfen- und Bierseminare, die Bier- und Gin-Erlebnis-Tastings erfreuen sich regen Zuspruchs bei einem internationalen Publikum. Ein Juwel im aufstrebenden Bamberger Osten. Und der Hopfengarten versteht zu feiern, wie beim M(a)y-Bock-Fest oder dem Sommerbier- und Gin- Fest zu erleben ist.

Duett von Mangold und Kartoffeln mit gebratenen Pfifferlingen.
Foto: Kleehof.

Kleehof in der Gärtnerstadt

Die seit dem Mittelalter allein hier erhaltene Gärtnerstadt mit ausgedehnten Bioland-zertifizierten Anbauflächen (u. a. Kartoffelspezialität »Hörnla«, Knoblauch, Spitzwirsing, Süßholzwurzel) und typischen Gärtnerhäusern gehört zum UNESCO-Welterbe. Den Gemüsehandel vor der Tür, wird im Restaurant Kleehof auf hohem Niveau saisonal und authentisch ausgerichtet auch vegan und vegetarisch gekocht. Bambergs kreative Heimatküche unter der Leitung von Geschäftsführerin Sabine Schiller punktet auch mit einer hervorragenden Weinkarte.

Das Zero Waste Konzept wird auch in Bamberg umgesetzt.
Foto: Unverpackt.

Weniger Plastik kaufen

Theres Gerischer und ihre Schwester Alina Minier wollen nachhaltig Verpackungsmüll reduzieren. Seit Dezember 2017 gelingt das den beiden Flechtwerkgestalterinnen – in ihrem eigenen Bioladen. Im »Unverpackt« bieten sie die vielgenutzte Möglichkeit, mengenunabhängig bei großer Sortimentsauswahl verpackungsfrei einzukaufen – getreu ihrer Prämisse »biologisch, regional, nachhaltig und fair«. Beim Gastronomieangebot wird vorwiegend mit Bio-Zutaten gearbeitet.

Die Vegbereitung serviert seit 2016 veganes Street Food.
Foto: Vegbereitung.

Vegbereitung

Seit 2016 betreibt Stefan Vinzelberg hauptberuflich die überwiegend Bio-Zutaten verarbeitende Vegbereitung einen »Vegan Streetfood«-Wagen, der von Dienstag bis Samstag auf dem Bamberger Maximiliansplatz steht. Seine früheren Erfahrungen an der Snacktheke eines Bioladens und auf der Sandkerwa, einem traditionellen Volksfest, kommen ihm dabei bis heute zugute. Mit Special-Shawarma, Burgern und den wohl besten Bamberger Pommes frites sind er und sein Team auch weiterhin auf Demos und Festivals unterwegs.

Musik- und Kulturjournalist Frank Keil.
Foto: Frank Keil.

Frank Keil lebt als freier Musik- und Kulturjournalist in Bamberg. Schon zu Studienzeiten hat ihn die seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende alte Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg fasziniert. Das auf sieben Hügeln erbaute »fränkische Rom« ist heute eine lebendige Kunst- und Kulturstadt sowie Universitätsstandort – und hat neben der weltweit höchsten Brauereidichte auch ein ökologisch ausgerichtetes Angebot, das ihn begeistert.

Dieser Artikel ist im BIORAMA-Magazin #67 erschienen

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