Im Wald wie im Wohnzimmer [Advertorial]

An trockenen Hitzetagen bietet der Wald einen Zufluchtsort für Abkühlung und Erholung. In der Grüne Erde-Welt im oberösterreichischen Almtal kann man sich Geheimnisse des Waldes zeigen lassen – und wie sich die auch in den eigenen vier Wänden widerspiegeln.

So, wie die Bäume den Wasserhaushalt des Waldes regulieren, reguliert Holz die Feuchtigkeit zuhause. Beim Almtaler Unternehmen Grüne Erde will man das Wissen über den wertvollen Werkstoff Holz dort vermitteln, wo es wächst: Im Wald. Wolfgang Viehböck – bei Grüne Erde verantwortlich für die Entwicklung der Möbel – erläutert im Interview, warum keine dieser Führungen der anderen gleicht und man im Wald immer noch etwas lernen kann.

BIORAMA: Herr Viehböck, was erfahre ich im Wald über Holzmöbel?

Wolfgang Viehböck: Im Wald bekommt man ein Gefühl für Zeit. Eine Eiche braucht durchschnittlich 80 Jahre, bis Sie entsprechend Holz bietet. Wir wollen den Menschen, die zu uns kommen, einen Bezug zu dem Material geben, mit dem wir arbeiten. Und den Wald näherbringen.

BIORAMA: Woher kommt das Holz, das bei Ihnen in der Werkstatt verarbeitet wird?

Eine Eiche wächst durchschnittlich etwa 80 Jahre, bis sie geschlägert wird.

Unser Holz stammt ausschließlich aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Mitteleuropa. Insgesamt 75 % des Holzes kommen aus Österreich, bei Buche und Kernbuche liegt dieser Anteil bei rund 90 %. Zirbe und Esche kommen zur Gänze aus Österreich. Den Rest bezieht unsere Tischlerei in Kärnten aus nahe gelegenen Regionen im Ausland.

Österreich hat das strengste Forstwirtschaftsgesetz Europas. Damit vermutlich auch der Welt. Und das garantiert einfach die Einhaltung bestimmter Standards. Nicht zuletzt, dass dadurch glaubwürdig keine Urwälder abgeholzt werden – unabhängig davon, welche Zertifikate wie FSC oder PFC draufkleben.

BIORAMA: Nach welchen Kriterien wird das Holz ausgesucht, das Sie verarbeiten?

Wenn man bestimmte Qualitätsansprüche hat, wird die Auswahl eigentlich recht schnell etwas dünn.

Grüne Erde ist der Umwelt verpflichtet und auch unseren Kunden, die Holzqualitäten konstant zu halten. Daher arbeiten wir so weit wie möglich mit Jahresverträgen, wir kaufen nicht nach kurzfristigem Bedarf ein. Das gibt es bei uns nicht. Wir kennen unsere Partnerbetriebe persönlich – das ist absolut ungewöhnlich in der Branche. Die konventionelle Möbelindustrie kauft einfach nach Menge und es spielt keine Rolle, wo diese Menge herkommt.

Der Anspruch konstanter Holzqualität erfordert regelmäßigen Austausch und langfristige Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben.

BIORAMA: Wann ist Holz nachhaltig?

Wenn es aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft kommt, wir setzen wie gesagt neben der Zertifizierung zusätzlich auch auf langfristige Zusammenarbeit und entsprechende Verträge. Und auf das Gespräch, damit wir auf Veränderungen sinnvoll reagieren können. Es kann etwa passieren, dass als Vorsichtsmaßnahme, wie es aktuell passiert, viele Eschen geschlägert werden. Dann kann man versuchen, sich auf dieses Mehrangebot einzustellen, denn wir finden es schade, wenn Holz verheizt wird. Dafür ist der Rohstoff zu wertvoll.

Grundsätzlich verarbeiten wir nur Holzarten, deren Bestände gesichert sind – von denen mehr nachwächst, als geschlägert wird.

BIORAMA: Und wann ist ein Holzmöbel nachhaltig?

Nachhaltigkeit endet sicher nicht bei der Herkunft des Rohstoffs. So weit es irgendwie geht, vermeiden wir, mit Plattenmaterial zu arbeiten. Es gibt Hersteller, die mit Marketingphrasen wie »Naturholz« arbeiten – das bedeutet oft, dass viele Schichten mit Leim verbunden werden. Die Leime, die hier verwendet werden, entsprechen nicht dem, was wohl Sie oder ich unter nachhaltig verstehen, auch die verhältnismäßig nachhaltigen Leime enthalten kleine Mengen Kunststoff. Wir vermeiden, so gut es geht, jeden Kunststoff.

Der für Österreich typische klassische Fichtenwald gerät durch den Klimawandel unter Druck. Grüne Erde setzt jetzt schon seit Jahren auf die Buche.

Wir arbeiten daher mit Massivholz. Im handwerklichen Bereich arbeiten wir so wie vor 100 Jahren. Schichtholz verwenden wir – wie vor 200 Jahren schon üblich – nur in Ausnahmefällen: Nämlich bei Ladenböden oder Schrankrückwänden, weil Massivholz bei der Trocknung aufreißen würde. Wir haben also die Haltung, so wenig Leim wie möglich zu verwenden.

Vollholzmöbel sind etwas eigenes, wir sind verliebt in unsere Produkte und da meine ich eben das Massivholz. Und es ist so, dass wir und auch unsere KonstrukteurInnen unsere Möbel auch zuhause haben.

BIORAMA: In der Grüne Erde-Welt gibt es 13 bewaldete Innenhöfe. Warum hat Grüne Erde in ihre Produktionsstätte Waldflächen gepflanzt?

Die 13 Waldthemen der Höfe wurden mit der Universität für Bodenkultur Wien zusammengestellt. Sie umfassenden einen Tropenwald und 12 heimische Wälder. Mit den Lichthöfen verschwimmen die Grenzen zwischen außen und innen, zwischen Natur und Architektur. Sie dienen nicht nur als natürliche Lichtquellen, sondern sind auch die Grundlage für die Klimatisierung des Gebäudes: An Stelle von Klimaanlagen produzieren sie die benötigte Kühle und Sauerstoff zum Atmen: Sie ermöglichen auf diese Weise ein organisches Ein- und Ausatmen des Gebäudes. Davon profitieren auch unsere MitarbeiterInnen in der Produktion, denn die Höfe sorgen für perfekte, naturbezogene, Arbeitsbedingungen.

Einer der 13 bewaldeten Lichthöfe in der Grüne Erde-Welt.

Für mich sind bewaldeten Lichthöfe ein bisschen wie Aquarien – Man sieht den Boden, den Wasserhaushalt, die Jahreszeiten. Das ist didaktisch wertvoll, meine ich. Es trägt zu einem umfassenderen Verständnis des Materials Holz bei und ist mir ein Anliegen, dass es nicht nur um den Zirbengeruch im Schlafzimmer geht.

BIORAMA: Was können die BesucherInnen von diesem Wissen mit in den Alltag nehmen?

Was man oft vergisst und mir selbst auch immer wieder positiv auffällt: Wir brauchen den Wald ja nicht nur für die Bindung von CO2, sondern vor allem auch für die Regulierung des Wasserhaushalts. Der Wald speichert das Wasser und gibt es wieder ab. Und genau so funktioniert das auch mit Möbeln zuhause. An Regentagen nehmen die Möbel das Wasser auf und an trockenen Tagen geben sie es wieder ab. Diese Eigenschaft verliert der Baum nicht, das geht über Jahrhunderte – das ist sein essenzieller Beitrag zum Raumklima!

BIORAMA: Sie sind Entwickler, welche Rolle spielt es für Sie, für welches Holz Sie Produkte entwickeln?

Schauproduktion in der Grüne Erde-Welt: Ein Blick »durch« die Kulissen; hier wird der Rohstoff zum Produkt verarbeitet.

Aus beruflicher, technischer Perspektive macht unser Anspruch meine Arbeit schwieriger, nämlich die Möbel so zu konstruieren, dass ein Möbelstück (und seine Teile) sich auch mal zwei Zentimeter vergrößern kann. Das hat mich immer schon beeindruckt, als Prinzip, aber auch in den Auswirkungen. An trockenen Tagen gehen beispielsweise die Laden einer Vollholzkommode ganz leicht auf, an anderen Tagen klemmen oder quietschen sie vielleicht. Das passiert einem mit anderen Möbeln, die auf Metallschienen sitzen und lackiert sind, nicht. Lackierte Möbel sind für mich allerdings vergleichbar mit Taxis in den USA, bei denen die Sitze mit Kunststoff überzogen sind.

Die Themenführungen durch die Grüne Erde-Welt wirken bewusstseinsbildend auf die TeilnehmerInnen, weiß Wolfgang Viehböck aus eigener Erfahrung.

BIORAMA: Was ist das Besondere an den drei Themenführungen durch die Grüne Erde-Welt?

Sie sind bewusstseinsbildend. Sowohl meine zwölfjährige Tochter, als auch Freunde haben schon an Themenführungen durch die Grüne Erde-Welt teilgenommen – ebenso wie auch VertreterInnen der österreichischen Möbelbranche. Jeder entdeckt dabei etwas, das er als Gewinn empfindet. Und durch die Fragen von Kindern und Erwachsenen, lernt man jedes Mal noch ein Detail, von dem man bisher nicht wusste. Wenn Fragen nicht gleich beantwortet werden können, recherchieren wird das nach – und in manchen Fällen können wir sogar noch etwas verbessern. Und so ist auch das ein Kreislauf.

Die Themenführung »Wald: Mythos und Lebensraum« ist eine Erkundungstour zu den Schätzen und Geheimnissen des Waldes – im Wald und am Waldrand und davor. Festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung sind unbedingt erforderlich.

Alle drei Themenführungen der Grüne Erde-Welt werden regelmäßig angeboten, » Führung über unsere Gemüsefelder« ist ein Sommer-Special, die Themenführungen »Wald: Mythos und Lebensraum«, »Faszination Naturgarten» und »Kräuter im Jahreskreis« finden im Sommer, aber auch im Herbst und Winter statt.

Die Grüne ErdeWelt bietet noch mehr gute Gründe, um für ein Wochenende oder ein paar Stunden oder  dem Trubel der Stadt ins Almtal zu entfliehen – Von den Führungen durch die Produktionsstätten und Felder, bis Workshops wie »Dekorieren mit Naturmaterialien«. Alle Details und die einzelnen Termine findest du hier. Die Informationen zur Anreise hier. Wer sich mehr als ein paar Stunden Zeit nehmen kann, findet hier Übernachtungsmöglichkeiten.

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