Das KoRo-Prinzip 

Keine Verpackung ist ökologischer, als eine, die eingespart wurde...

Bild: KoRo.

Auf eine große Flexibilität bei Verpackungsgrößen und ein umfassenden Angebot an vegetarischen und veganen Lebensmittel hat sich der Onlineshop KoRo seit 2014  fokussiert. Aber was zeichnet das Handelsunternehmen aus Berlin noch aus? 

Nudeln, Reis, Öl oder Nussmus kauft man am liebsten auf Vorrat, gebraucht werden diese Produkte schließlich regelmäßig. Warum dann nicht einfach gleich Großpackungen kaufen? Standardmäßig werden Nudeln im Einzelhandel jedoch nur im 500 g–max. 1 kg Pack angeboten. Bio Dinkelnudeln gibt es im KoRo Onlineshop jedoch im 2 kg Beutel mit einem schlichten Etikett. Das erspart KundInnen tatsächlich nicht nur den Weg zum Supermarkt und das Schleppen von schweren Tüten, sondern verringert auch Verpackungsmüll. Im Jahr 2021 hat KoRo bereits 30–50 Tonnen Plastik durch Verwendung von Großpackungen und Überspringen von Handelsstufen im Vergleich zum Einzelhandel eingespart. Für 2022 sind über 100 Tonnen Plastik-Einsparungen geplant. Im Schnitt werden also mit Doypacks (so heißen die großen Verpackungsbeutel mit Zip-Verschluss) gegenüber konventionellen Kleinpackungen mehr als 30 % an Verpackung eingespart. Doch wie schafft KoRo das genau?

Ein Bild von getrockneten Biomangos aus Burkina Faso, erhältlich bei KoRo.
Die getrockneten Biomangos bezieht KoRo direkt von Farmen aus Burkina Faso. Bild: KoRo.

Handel neu denken

Die Grundidee von KoRo: Durch das Überspringen von Handelsstufen, effiziente Prozessabläufe und Großpackungen in schlichtem Design hochwertige Waren für den Alltag zu fairen Preisen für KundInnen zugänglich machen. Dabei ist das Sortiment sehr umfangreich, von rein vegetarisch und veganen haltbaren Lebensmitteln bis hin zu Küchenutensilien ist alles dabei. Doch was bedeutet es eine Handelsstufe zu überspringen? Dies geschieht bei KoRo zum Beispiel dadurch, dass Produkte direkt von LieferantInnen abgenommen werden, heißt es kommt auch nicht zum Umpacken der Produkte in kleinere Beutel. So wird eine Verpackung eingespart, ein weiterer Transportweg vermieden und es kann sogar ein möglicher Preisvorteil an KundInnen weitergegeben werden. KoRo ist dabei sehr flexibel, was die Verpackung angeht. Im Onlineshop gibt es verschiedenste Verpackungsarten (Glas, Aluminium, Doypack, Karton etc.) und Verpackungsgrößen. Ob die gebrannten Mandeln im blauen Beutel mit aufgedrucktem Etikett eventuell nicht so ansprechend fürs Auge sind, ist nicht so wichtig, denn dieses Produkt spart den Transportweg zum Umverpacker und die neue, aufwendig bedruckte Verpackung, welche man aus dem Einzelhandel kennt. Das große Ziel von KoRo ist es, alle Produkte aus dem Ursprung zu beziehen und damit maximale Transparenz zu schaffen. Einige der Produkte werden bereits direkt aus dem Ursprung bezogen, beispielsweise getrocknete Mangos von privaten BäuerInnen aus Burkina Faso, welche im Shop in einer Bio– und Bio-Fairtrade-Variante angeboten werden. Bei anderen ist dies leider noch nicht möglich, da KoRo noch nicht die entsprechende Abnahmemengen hat.

Ein Bild von Gebrannten Mandeln im 1 kg-Beutel erhältlich bei KoRo.
Gebrannte Mandeln im 1 kg-Beutel direkt vom Produzenten. Bild: KoRo.

Warum verwendet KoRo Plastikverpackungen?

Eingesparter Verpackungsmüll schön und gut, aber warum muss es trotzdem eine Plastikverpackung sein? Dies erklärt sich einerseits dadurch, dass die meisten LieferantInnen ihre Produkte so ausliefern und ein Umpacken nur zusätzlichen Verpackungsmüll hervorrufen würden. Andererseits hat für KoRo und die LieferantInnen Priorität, dass die Produkte sicher bei den KundInnen ankommen. Die Verpackung muss das Lebensmittel gut schützen, im Fachjargon bezeichnet man das als “optimale Barrierefähigkeit”. Ist diese nicht gegeben, verfällt das Produkt schneller und es müsste im schlimmsten Fall weggeworfen werden. Eine Studie der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien aus dem Jahr 2020 zeigt, dass Verpackungen durch ihre Schutzfunktion oft dazu beitragen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Ist das der Fall, dann ist der ‚Umweltnutzen‘ durch vermiedene Abfälle überwiegend 5 bis 10-mal höher als der ‚Umweltaufwand‘ für die Verpackung. Das Ziel von KoRo ist es daher, die Verpackungen auf höchste Lebensmittelsicherheit und eine Verlängerung der Mindesthaltbarkeit zu optimieren. Diesen Anspruch erfüllt in vielen Fällen nur die Plastikverpackung. Nüsse beispielsweise sind sehr fettig und würden eine Papierverpackung nach kurzer Zeit durchfetten und beschädigen. Werden die Plastikverpackungen von KoRo richtig entsorgt, können sie downgecycelt werden, heißt aus ihnen entstehen Sportböden für Spielplätze oder Sporthallen. All das bedeutet jedoch nicht, dass KoRo nicht bereits auf der Suche nach recyclebaren Verpackungsalternativen (z. B. aus Zuckerrohr) ist, die Lebensmittel ebenso zuverlässig schützen. Dabei will das Unternehmen seine KundInnen vor allem transparent über alle Entscheidungen und Schritte informieren, denn Transparenz soll nicht nur ein Grundprinzip sein, sondern auch aktiv gelebt werden. 

Mehr zum Thema Verpackungen bei KoRo gibt es hier im KoRo-Podcast. 

Eine entgeltliche Kooperation mit KoRo.

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