Windzentrale

Das Öko-Energieunternehmen Windkraft Simonsfeld hat ein neues »360 Grad nachhaltig gedachtes« Bürogebäude...

Die Innenansicht eines Gebäudes.
Die Wände im neuen Bürogebäude der Windkraft Simonsfeld bestehen aus Lehm – einem natürlichen Rohstoff der das Raumklima reguliert. Bild: Jury Troy Patrick Johannsen Fotografie.

Seit 1998, mit der Beteiligung der Gemeinde Simonsfeld, die ersten Windkraftanlagen errichtet wurden, ist die Windkraft Simonsfeld zum internationalen Energieunternehmen mit 96 Windenergieanlagen und einem Sonnenkraftwerk im In- und Ausland herangewachsen. Mittlerweile beschäftigt sie rund 140 Mitarbeitende und ist mit knapp 2600 AktionärInnen eines der größten BürgerInnen-Beteiligungsunternehmen Österreichs. Jährlich kann durch die Kraftwerke der Strombedarf von 189.000 Haushalten gedeckt werden.
Nun hat das Öko-Energieunternehmen auch ein zum Image passendes Büro: Der Ausbau des bestehenden Gebäudes in Ernstbrunn besteht aus »umweltfreundlichen, regionalen und recycelten Materialien« und wurde bereits für Planung und Umsetzung mit dem klimaaktiv Gold-Standard ausgezeichnet. Knapp 2000 Quadratmeter misst das Gebäude, das aus einer Holzkonstruktion mit Lehmwänden besteht – einem natürlichen Rohstoff, der wenig Energie in der Herstellung benötigt und zudem das Raumklima reguliert. Für den Energieverbrauch des Hauses wurden unter anderem eine Photovoltaikanlage und Erdsonden installiert, welche die Wärme der Erde zur Heizung und Kühlung nutzen können. Darüber hinaus gibt es eine Ladeinfrastruktur für Elektroautos und ein Restaurant mit vegetarisch-veganer Küche. Zur Eröffnungsfeier des neuen Gebäudes erschienen über tausend BesucherInnen.

Das erste Windrad Österreichs wurde 1994 in Niederösterreich errichtet – heute stehen mehr als die Hälfte aller Windkraftanlagen in dem Bundesland.

BIORAMA Niederösterreich #15

Dieser Artikel ist im BIORAMA Niederösterreich #15 erschienen

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