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Was ist eigentlich … der Tierfreitag?

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Bild: Stefan Knittel

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Wir haben Katharina Seiser, Journalistin und Autorin und „Erfinderin“ des Tierfreitags, gefragt.

„Der Tierfreitag kann auf zwei Arten gelesen werden, als Tier-Freitag oder als Tierfrei-Tag. Seit Ende Jänner 2014 werden unter diesem Begriff von allen deutschsprachigen Blogs und Medien, die mitmachen möchten, Beiträge versammelt, die entweder appetitliche Pflanzenrezepte ohne Ersatzprodukte zum Inhalt haben oder sich vorbildlichen Tierhaltungsprojekten widmen.

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Bis zum 31. Jänner 2014 gab es diesen Begriff nicht. Ich habe nach etwas gesucht, das das „Tier“ im Essen sichtbar macht, ohne, wie z. B. das Wort „vegan“, ideologisch besetzt zu sein.

Entstanden ist der Tierfreitag als Folge meines veganen Selbstversuchs, den ich im Auftrag eines Magazins im Jänner gemacht hatte. Währenddessen ist mir aufgefallen, dass ausnahmslos alle veganen Kochbücher und viele vegane Blogs auch industriell hergestellte Ersatzprodukte (für Milchprodukte, für Käse, für Wurst, für Fleisch) als Zutaten verwenden – etwas, das für mich und meine Küche indiskutabel ist. Außerdem wird viel Schrecken, oft mit Kampfrhetorik, verbreitet, aber wenig über wirklich gute (meist Bio-)Betriebe berichtet, die sich weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Rahmenbedingungen hinaus Gedanken machen, wie sie Tiere halten und behandeln.

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Da ich in den vielen Jahren, die ich auf www.esskultur.at meine kulinarischen Notizen veröffentliche (aka: blogge), die Online-Community kennen und schätzen gelernt habe, wusste ich, dass wir gemeinsam einen Pool, ein Füllhorn an Ideen zusammentragen können.

Wöchentlich aktualisierte Sammelstelle

Mit der Website www.tierfreitag.com habe ich für diese Beiträge, die jede Woche – bevorzugt am Freitag – von allen, die mitmachen wollen und sich an die Kriterien des Tierfreitags halten, veröffentlicht werden, eine Sammelstelle eingerichtet. Jedes Wochenende nach dem Tierfreitag aktualisiere ich die Liste.

Bild: Thomas Apolt

Bild: Thomas Apolt

Mit Stand Ostern 2014, also nach nicht einmal drei Monaten, haben wir – bis dato bereits über 60 Bloggerinnen und Blogger – schon knapp 150 Beiträge, überwiegend Rezepte, aber auch Tierhaltungsprojekte, gesammelt.

Wichtig ist mir ein ausnahmslos positiver Zugang: Weniger Tiere essen, und wenn, dann von vorbildlich gehaltenen Tieren. Mehr Pflanzliches essen, vorausgesetzt, es schmeckt großartig und braucht keinerlei Ersatzprodukte. Um das alles sichtbar, bewusst und leichter zu machen, gibt es den Tierfreitag. Für alle, denen die tierische Herkunft ihrer Lebensmittel nicht wurscht ist.“

 

Danke, Katharina!

www.tierfreitag.com

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