100 Jahre Niederösterreich – 2018

V wie vorstellbar: Der Inhalt dieser Vurst ist besonders unspektakulär.

Bild: BIORAMA.

Was die Dormayers in Langenzersdorf, genauer Junior Markus Dormayer alles an internationalen Preisen rund ums Thema Blutwurst gewonnen hat, mag VeganerInnen nicht unbedingt leicht von der Zunge gehen. Er darf sich jedenfalls »österreichischer Meisters der Blutwursterzeugung« nennen und doch oder gerade deswegen hat er sich 2018 was getraut: Die erste vegane Blunzn aus roten Rüben ist wahrhaftig eine Innovation. Erstens ist schmeckt sie richtig gut, zweitens schaut sie deutlich appetitlicher aus aus ihr tierisches Vorbild (von Assoziation, die den zarter Besaiteten hier erspart bleiben natürlich ganz zu schweigen), drittens passt sie hervorragend zu Erdäpfeln, Kren und reduziertem CO2-Abdruck. Zweitens hat sie das Zeug dazu, als Blunzengröstl das vegane Angebot auf genau jenen Speisekarten dieses Landes zu werden, die ansonsten womöglich eher spät vegansiiert werden – und dort für deftige Abwechslung zu sorgen, wo vegane Produkte schon angekommen sind. BIORAMA berichtet trotz fehlender Biozertifzierung, aus Beigeisterung von Idee wie Umsetzung der veganen Blunzn. Ein komischer Beigeschmack bleibt bei aller Forschrittlichkeit der Vlunzn: Denn versteh eineR, warum bei verarbeiteten Fleischprodukten von KonsumentInnen weniger Wert auf Bio gelegt wird als bei frischen.

Das waren 100 Jahre Niederösterreich. Wer von vorne zu lesen beginnen möchte, startet mit den 1920ern:
Seit 1927 als erstes österreichisches Naturschutzgebiet bewahrt, aber immer noch weitgehend unbekannt: die Weikendorfer Remise.

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