Landschaftspflegeurlaub

Wer im Chiemgauer Achental urlaubt, kann bei der Almerhaltung helfen...

Eine Ansicht einer grünen Alm.
Die alte Praktik des Schwendens ist für die Kulturlandschaft Alm enorm wichtig. Bild: Chiemgau GmbH.

Ohne Schwenden keine Alm: Dabei werden die Almflächen von Büschen, Sträuchern oder jungen Bäumen befreit. Geschieht dieser Schritt nicht, wachsen diese Pflanzen schnell, verdrängen Gras für das Vieh und die Fläche verbuscht in kurzer Zeit. Durch das Schwenden wird also eine effektive Beweidung der Fläche ermöglicht und nicht (mehr) beweidete Flächen bleiben erhalten. Die Praktik ist für die Pflege der Kulturlandschaft Alm von großer Bedeutung – allerdings zeit- und arbeitsintensiv und kann von LandwirtInnen häufig nicht alleine bewerkstelligt werden. Für das Schwenden werden daher oft Freiwillige gesucht, so auch auf den Almen des bayerischen Achentals: Dort waren die mit Urlaubsgästen durchgeführten Schwendaktionen so erfolgreich, dass die gemeinsamen Kommunalunternehmen Achental Tourismus mit dem Sonderpreis Nachhaltigkeit des bayerischen ADAC-Tourismuspreises ausgezeichnet wurden. Bei Achental Tourismus ist man überzeugt, dass die Aktionen Einblicke in die Almwirtschaft für Außenstehende ermöglichen und Verständnis zwischen TouristInnen und Einheimischen fördern. Und vielen BesucherInnen stellt sich offenbar die Frage: Wenn man die Almen schon erklimmt, warum dann nicht gleich auch ein wenig nützlich machen? Auch für das Jahr 2025 kann man sich ab dem Frühjahr zum Schwenden melden, die genauen Termine sind vom Wetter abhängig.

Das Schwenden dient unter anderem dem Erhalt von Weideflächen. Was aber tun, wenn einer/m die Weidetiere selbst auf der Alm begegnen? BIORAMA hat Tipps zum Umgang mit freilaufenden Kühen gesammelt.

BIORAMA #95

Dieser Artikel ist im BIORAMA #95 erschienen

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