Parkplätze zu Stadtgärten!

Ob in Berlin, Paris, New York oder Wien – Urban Gardening ist angesagt, besonders im Jahr der Biodiversität 2010. Gegärtnert wird auf Brachflächen, Balkons, Dächern oder Schrebergärten. Neue urbane Landwirtschaftsweisen zu entwickeln ist ein Thema, das in Hinkunft besondere Aufmerksamkeit von Planern wie Bewohnern verdient, dreht es sich dabei doch um die Frage, wie urbaner Lebensraum vor dem Hintergrund eines nahenden Post-Oil-Zeitalters wieder wohnbarer und zukunftsfähiger gestaltet werden kann.
Die Berliner Initiative Nomadisch Grün betreibt mit den Prinzessinnengärten eine mobile, soziale und ökologische Landwirtschaft am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg. Angebaut wird biologisches Gemüse aller Art – mit transportablen Hochbeeten wird eine ungenutzte städtische Brachfläche in einen öffentlichen Nutzgarten verwandelt. Dabei stehen auch pädagogische und soziale Aspekte im Vordergrund der Projekts. Das produktive Grün zwischen den Häusern schafft einen Ort neuen urbanen Lebens, in dem Freunde, Nachbarn und Interessierte gemeinsam arbeiten, lernen und entspannen.

Gemeinschaftsgärten gibt es aber nicht nur in Berlin. Auch in vielen anderen Städten haben sich Menschen zusammengetan, um auf Brachflächen  ihre zumeist ökologischen Visionen umzusetzen und „Stadtgestaltung von unten“ zu betreiben. Und wo es selbst an solchen Flächen fehlt, kann der gartenbegeisterte Städter immer noch auf das sogenannte Windowfarming zurückgreifen.

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