Mit Grafik gegen TTIP

©Rebecca Wenig

©Rebecca Wenig

Poster sind seit jeher und noch immer ein gutes Mittel um schnelle Informationen zu vermitteln, Meinungen zu beeinflussen und sich in Gedächtnisse einzubrennen. Das Projekt Graphics go Politics ruft Grafiker und Künstler dazu auf, Plakate gegen TTIP zu designen.

Mit Henri de Toulouse Lautrec wurden sie geboren, mit Litfaßsäulen haben sie den Weg in unser Straßenbild gefunden, mit politischer Propaganda wurden sie missbraucht und heute sind sie nicht mehr nur als aufmerksamkeitserregende Werbemittel, sondern auch als grafische Kunstwerke in unseren Städten überall zu sehen: Plakate.

Nicht nur Werbung, sondern gerade gesellschafts- und klimapolitische Botschaften kann man sehr gut über Plakate vermitteln. Demonstrative Botschaften gilt es jetzt als Grafik gegen das geplante TTIP-Abkommen zwischen den USA und der EU zu entwerfen.

Das Trans Atlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) wird zur Zeit aufgrund der undurchsichtigen Hinterzimmer-Verhandlungen schon kritisiert, bevor man die eigentlichen Inhalte wirklich kennt. Was bisher bekannt ist, macht vielen Angst: die Aushebelung nationaler Gerichte durch Schiedsgerichte, wachsender Einfluss internationaler Konzerne, Marktüberschwemmung mit ausländischen Produkten, sinkende Produktstandards für Industrie-Lebensmittel. Horrorszenarien.

Bei dem Projekt Graphics go Politics sind Ideen gefragt, die zum aktuellen Diskurs Stellung beziehen. Bis 15. Juni 2016 sind Grafiker und Künstler dazu aufgefordert Entwürfe von Plakaten mit einer Botschaft gegen TTIP einzureichen. Ab Herbst 2016 werden die Plakate in einer Ausstellung und einer Publikation öffentlich präsentiert.

 

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