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#KinderKinder: Kreative Ideen für die Stadt der Zukunft gesucht

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Elisabeth Noever (Foto: Martin Stöbich)

Die Stadt der Zukunft ist zwingend auch eine Stadt der Kinder: departure-Chefin Elisabeth Noever-Ginthör über ihren Ideenwettbewerb „Kinder, Kinder!“.

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Unsere These ist ja, dass das, was für Kinder gut ist, für die Stadt ganz allgemein gut ist.“ (Elisabeth Noever-Ginthör)

BIORAMA: Warum braucht Wien einen Ideenwettbewerb „Kinder, Kinder!“?
Elisabeth Noever-Ginthör: 
„Kinder, Kinder!“ ist ja unser vierter Ideenwettbewerb, den wir veranstalten. Als Format ist der Ideenwettbewerb ideal geeignet um Themen, die wir als stadt- und zukunftsrelevant einschätzen, mit der Design- und Kreativ-Community zu spiegeln. Gibt es Potenzial in diesem Bereich? Interessante Projekte und Unternehmen? Außerdem dienen uns die Ideenwettbewerbe als Seismographen auch für die Weiterentwicklung unseres eigenen Portfolios.

Der Wettbewerb ist – erstmals in der Geschichte von departure – global ausgeschrieben. Warum?
Elisabeth Noever-Ginthör: 
Unsere Ideenwettbewerbe waren nie auf Wien bzw. Wiener Einreichungen beschränkt.
Und es gab auch zahlreiche Einreichungen aus Europa, aus den USA, Japan und Israel. So hoffen wir auch dieses Jahr auf Ideen von überall. Wir arbeiten hier in Wien ja nicht isoliert, sondern für uns ist es ganz zentral auch zu erfahren, wie solche Themen in anderen Städten, aus anderer Perspektive gesehen werden, welche Best-Practice und zukunftsweisenden Beispiele es in anderen Städten gibt.

Gibt es die Ausschreibungsunterlagen auch in englischer Sprache?
Elisabeth Noever-Ginthör: 
Selbstverständlich. Der Ideenwettbewerb ist auch auf Englisch abzurufen, Einreichungen können in englischer Sprache verfasst werden.

Neue Design-Ideen zum Stadtleben aus Kindersicht – das sucht der Ideenwettbewerb „Kinder, Kinder!“. Eingereicht werden kann bis 30. November 2017. (Foto: Thomas Weber)

Ist dennoch irgendein Wien-Bezug Voraussetzung oder kann theoretisch auch jedes Unternehmen in Berlin, Hamburg oder London, das sich angesprochen fühlt, einfach Ideen einreichen?
Elisabeth Noever-Ginthör: 
Ja, grundsätzlich kann jedes kreative Unternehmen aber auch Einzelpersonen bei uns einreichen. Die Fragestellungen und Herausforderungen sind ja nicht Wien-spezifisch, sondern in vielen Städten ähnlich bis gleich und wir können uns gegenseitig inspirieren.

Österreich ist das Land der Hidden Champions mit unzähligen Weltmarktführern für hochspezialisierte Nischenmärkte. Gibt es so etwas wie Leitbetriebe in Wien oder Österreich, die Kreativwirtschaft und das Kinderthema zusammenbringen?
Elisabeth Noever-Ginthör: 
Ich denke, da sind Woom Bikes sicher ein herausragendes Beispiel: Christian Bezdeka, einer unserer „Kinder, Kinder!“-Juroren, setzt hier ein wichtiges Signal, wenn es um kindgerechte Fahrräder geht: Da steckt extrem viel Detailarbeit drinnen, da gute Kinderräder nicht einfach kleine Erwachsenenräder sind. Und nächstes Jahr, wenn der Ideenwettbewerb abgeschlossen ist, haben wir bestimmt hunderte Beispiele.

Was wären denn Wiener Best-Practice-Beispiele für Unternehmen, die das Stadtleben aus Kindersicht neu designen oder interessante Produkte geschaffen haben?
Elisabeth Noever-Ginthör:
Unsere These ist ja, dass das, was für Kinder gut ist, für die Stadt ganz allgemein gut ist. Wir haben für den Ideenwettbewerb sechs Themenfelder definiert, die sich an den alltäglichen Situationen von Kindern oder Kinder-betreuende Personen orientieren: Das Packhaus ist ein gutes Beispiel für innovative Zusammenarbeit und bietet neuerdings auch einen „Kids-Cowork“-Nachmittag mit Kinderbetreuung an. Auch das Kinderlabel Hilda und Henri: Sie machen nicht nur wunderschöne Kindermode, sondern die Teile wachsen auch mit. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern schont auch die Brieftasche. Oder die zahlreichen Initiativen im Bereich Kommunikation und Multimedia, wie Madebykids, ein Projekt zur Verbreitung von Technologiebewusstsein bei Kindern, Jugendlichen und der Wiener Bevölkerung. Beim Ideenwettbewerb geht es um konkrete Lösungen aus anderer Perspektive, die genau deshalb Veränderung- und Aktivierungspotenzial haben.

In jeder Branche gibt es Betriebe, die Stadtentwickler gern in ihrer Stadt hätten. Gibt es ein globales Unternehmen mit Kinder-Bezug, das du persönlich gerne in Wien angesiedelt hättest?
Elisabeth Noever-Ginthör: 
Ich denke da eher umgekehrt: einige der hier ansässigen Unternehmer haben durchaus Potenzial Marktführer zu werden.

Für „Kinder, Kinder!“ sind in Summe 16.000,- vorgesehen, also keine Unsummen. Ideenwettbewerbe von departure betreiben allerdings oft auch Themen-Scouting und überprüfen den realen Bedarf. Ist dieser groß, dann folgen mitunter großangelegte Förder-Calls. Ist es auch denkbar, dass es seitens der Wirtschaftsagentur Wien einen großen Förderschwerpunkt zum Thema Kinder gibt?
Elisabeth Noever-Ginthör: 
Uns ist wichtig, die Ideen auch in konkrete Projekte und Geschäftsmodelle umzusetzen. Durch Vernetzung mit anderen Unternehmen, mit Kontakten zur Stadt und mit Sichtbarmachung.

Einreichungen beim Ideenwettbewerb „Kinder, Kinder!“ sind bis 30. November 2017 möglich. Information hier.


Weiterlesen zum Thema Kinder? In unserem Stöpsel-Blog stellt Irene Maria Gruber regelmäßig besondere Kinderbücher vor – oder testet für Kinder interessante Produkte, etwa die Toniebox.

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Thomas Weber

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