Nicht nur für Sand gebaut
Kinderspielzeug zum Weiterverwenden statt Kübeln...
Warum geht Spielzeug oft sehr schnell kaputt oder wird voll funktionsfähig einfach liegengelassen? Kann Design dafür sorgen, dass es sogar Generationen überdauert? Solche Fragen beschäftigten auch die Wiener Unternehmerin Marianne Schludermann-Hagmair – und sie begann, selbst nach Lösungen zu suchen. Die Unternehmerin bemerkte bei ihrer Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit im Spielzeugbereich, dass sich dieser Anspruch bei vielen Produkten nur auf die Materialwahl bezieht. Die in Berlin lebende Designerin Teresa Egger wiederum beschäftigt sich seit Jahren mit Design, das Mehrfachnutzung begünstigt. Als Schludermann-Hagmair 2022 mit der Idee eines »mitwachsenden Sandspielzeugs« auf sie zukam, war schnell klar, dass die Herangehensweise der beiden Frauen zusammenpasste.
Während einer intensiven Entwicklungsphase von eineinhalb Jahren entstand Fritzi – ein Sandspielzeug-Set aus Kübel, Schale und Schaufel. Dieses kann, in den Stunden oder Jahren, in denen weniger im Sand gespielt wird, für Aufbewahrungszwecke weiterverwendet werden. »Eine Schale und ein Kübel sind einfach Behälter, die vielfältig nutzbar sind«, sagt Schludermann-Hagmair, die kleine Schaufel sei so gestaltet, dass sie für Kaffeebohnen, Eiswürfel, Waschpulver oder auch Katzenstreu verwendet werden kann.
Das Material – eine Mischung aus recyceltem Kunststoff und Holzfasern – entwickelten die beiden Frauen zusammen mit ExpertInnen der Tullner Außenstelle der Universität für Bodenkultur Wien.
Von der Sandkiste ins Meer – hier gibt mehr zum sommerlichen Thema nachhaltiges Wasserspielzeug.
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