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Ein schmutziger Werbespot für ein reines Gewissen?

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Mithilfe von Bremsspuren auf Unterwäsche möchte ein US-amerikanisches Unterwäsche-Unternehmen auf die schmutzigen Geschäfte der Modeindustrie hinweisen. 

„The Skidmark“ heißt die neue Kampagne von Pact, welche bei Konsumenten Ekel und Entsetzen erregt. „Wir wollten die dunkle Seite der Bekleidungsindustrie in einer witzigen Art und Weise sichtbar machen – und der einzig logische Weg für uns war ein ‚Fart Joke'“, sagt Agenturmitgründer Joel Jensen gegenüber dem Werbebranchen-Medium Agency Spy.

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Das Unternehmen macht aber nicht nur mit alternativen Werbespots auf sich aufmerksam. Als Partner des Global Organic Textile Standard, OTS, und Fair Trade America, verpflichtet es sich bestimmte Standards in Sachen Umwelt und sozialer Standards sowie Transparenz einzuhalten. Dazu zählt z.B. der Verzicht auf toxische Färbemittel, der biologische Abbau von Rohstoffen, sowie die Aufrechterhaltung sozialer Fairness.
Baumwolle ist eines der beliebtesten Materialien bei der Produktion unserer Kleidung. Im konventionellen Herstellungsprozess wird aber bei der Verwendung von Pestiziden, Insektiziden und Wasser selten gespart. Dieser Umstand hat nicht nur Auswirkungen auf die umliegende Wasserversorgung, sondern ist auch gesundheitsschädlich für Arbeiter und Endkonsumenten. Um sich von konventionellen Textilherstellern zu unterscheiden, setzt das Unternehmen auf 100% biologisch abgebaute Baumwolle. Diese soll im Vergleich zu konventioneller Herstellung 71% Wasser und 62% weniger Energie verbrauchen. Außerdem wird auf Insektizide und Pestizide verzichtet, wodurch Boden, Wasser und Mensch geschützt werden sollen.

Soziale Verantwortung

Hersteller und Konsumenten sind oft geblendet von den niedrigen Preisen die durch sogenannte Fast Fashion möglich sind. In den Textilfabriken selbst kommt dann aber die Wahrheit ans Licht. Sie erscheint in Form von fehlender Sicherheit am Arbeitsplatz, Löhnen, mit denen man nicht oder nur knapp überleben kann, und unwürdige Arbeitsbedingungen, deren Ausmaß für die Abnehmer der Mode selten ersichtlich ist. Nicht nur in China und Bangladesh wird schmutzige Wäsche gewaschen. Auch in Tschechien und Polen müssen vor allem Arbeiterinnen unter den geringen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen leiden.

Von der Wiege zur Wiege

Um Rohstoffe wie Baumwolle nicht zu verschwenden, versucht das Unternehmen, Schritt für Schritt auf einen geschlossenen Kreislauf im Herstellungsprozess hinzuarbeiten. Cradle to Cradle nennt sich dieser Prozess bei dem Rohstoffe wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückgelangen sollen und somit der Verschwendung entgegengewirkt wird. Dadurch können Produkte in ihre Einzelbestandteile zerlegt und wiederverwendet werden.

Bei einem Video wie dem Werbespot geht es wohl kaum darum, sein Gewissen rein zu waschen, aber mit dem Aufruf zu gezieltem Konsum und angemessener Herstellung den Bergen schmutziger Wäsche ein Ende zu setzen. Pact ist der Meinung, unsere Unterwäsche ist dafür der richtige Anfang!


Fast Fashion, Slow Fashion und auch die Greenwashing-Kampagnen großer Textil-Unternehmen beschäftigen uns immer wieder

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