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1x jährlich grüßt das Murmeltier

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Ein Waldmurmeltier, wie es in Nordamerika vorkommt, ist ein enger Verwandter des europäischen Murmeltiers.

Der 2.Februar ist ein Tag der nagenden Tierorakel. Wieso eigentlich? 

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Am 2.Februar ist Murmeltiertag. Der ist genau so bekannt unter seinem englischen Namen: Groundhog Day. Weltberühmt wurde dieser Tag amerikanischen Brauchtums durch den legendären Film Groundhog Day (zu deutsch: Und täglich grüßt das Murmeltier) von 1993 mit dem legendären Bill Murray in der legendären Rolle eines TV-Reporters der mehrmals nacheinander denselben Tag erlebt.

Worum geht es beim Murmeltiertag? 

An einigen Orten in den USA und in Kanada werden am 2.Februar Murmeltiere aus dem Winterschlaf geweckt und aus ihrem Bau gelockt. Das ist an- und für sich keine freundliche Sache den Tieren gegenüber. Aber bei uralten Riten spielen tierrechtliche Erwägungen ja selten eine Rolle. Wenn das Murmeltier beim Verlassen seines Baus einen Schatten erblickt, also die Sonne scheint, bedeutet das nach traditioneller Auslegung des Brauchs, dass der Winter noch sechs Wochen dauern wird. Das Locken des Murmeltiers aus seinem Bau wird dabei öffentlich inszeniert, ganz so, wie man es aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ kennt.

Ein Alpenmurmeltier (Marmota Marmota) in den französischen Alpen.

Woher stammt dieser eigentümliche Brauch?

Auch in uralten Bauernregeln aus dem deutschen Sprachraum gibt es einen Zusammenhang zwischen dem 2.Februar – in christlichen Kirchen wird der Tag auch als Feiertag Maria Lichtmess begangen – und Tieren als Wetterorakel. Da heißt es zum Beispiel: „Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woche, geht auf vier Wochen er wieder zu Loche“ oder, leider ohne Reim: „Wenn der Bär auf Lichtmess seinen Schatten sieht, kriecht er wieder auf vierzig Tage in die Höhle“. 

Zum Murmeltiertag wurde Maria Lichtmess erst unter Auswanderern in Pennsylvania. Aus Mangel an Dachsen und Bären bedient man sich dort eben des Waldmurmeltiers als Orakel.

Bären, Katzen und Affen

In den Alpen ist ein anderes Murmeltier zuhause, nämlich Marmota Marmota – das Alpenmurmeltier. Bei den in Familienverbänden lebenden Tieren werden übrigens die männlichen Tiere Murembären, die Weibchen Murmelkatzen und die Jungtiere Murmelaffen genannt. (Kategorie: Möglicherweise unnützes Wissen.)


Blick ins Dickicht: die Haselmaus braucht deine Hilfe

 

 

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