5 Lieblingsplätze und Eco Hotspots in Helsinki

Lieblingsplätze und Eco-Hotspots: Mathias Hörlesberger nennt Helsinki seine zweite Heimatstadt und stellt uns seine dortigen Lieblingsplätze vor.

Hotspots in Helsinki.

Kulttuuri Sauna

Das ultimative Saunaerlebnis oder das Disneyland aller Saunen. Betrieben wird diese Sauna von einem japanisch-finnischen Pärchen, das hier ein minimalistisches Architekturjuwel geschaffen hat, geheizt wird mit einem großen Holzofen. Die Atmosphäre lässt sich am besten mit einem Mix aus minimalistischer Architektur und natürlichem Spa beschreiben. Wenn man seine Schwimmsachen mitbringt, kann man vom Innenhof auch einen kurzen Dip im Meer machen.

www.kulttuurisauna.fi

Seurasaari

Fast schon ein Urwald in Stadtnähe. Früher wurde Finnland fast ganz abgeholzt, jetzt wird wieder aufgeforstet.

Ein Urwald in Stadtnähe. Bild: Fileri / Oma teos.

Seurassari ist ein Waldschutzgebiet auf einer der vielen Inseln rund um die Stadt. Nachdem Finnland in den 30ern und 40ern fast vollkommen abgeholzt wurde, wurde in den 60ern begonnen, das Land wieder aufzuforsten. So muss man in Helsinki nur 5–10 Minuten mit dem Fahrrad fahren und befindet sich schon in einem urwaldartigen Wald. Entlang des Hauptweges von Seurasaari findet man eine Sammlung von finnischen Holzbauten – von urigen Holzverbauten aus dem Mittelalter bis zu alten Holzkirchen. Man kann so durch die architektonische Geschichte Finnlands gehen.

Küste

Der Strand von Helsinki ist nur eine U-Bahn Fahrt entfernt von der Stadt und ist im Sommer und im Winter empfehlenswert.

Die Küste in der Nähe von Helsinki ist im Sommer und Winter ein Erlebnis. Bild: Mathis Hörlesberger.

Helsinki und die umliegenden Gemeinden (Espoo und Vanta) nutzen die geographische Lage am Meer vollends und bieten ihren Bewohnern sportliche und kulinarische Abwechslung. Mit der U-Bahn kann man direkt vom Stadtzentrum an den Strand fahren, etwa nach Vuosaari, wo man segeln, surfen, kajakfahren oder gemütlich zu Fuß oder mit dme Fahrrad die Bucht erkunden kann. Im Winter, wenn die Buchten zugefroren sind, kann man eislaufen, langlaufen oder seinen Kaffee auf dem Eis genießen.

Birgitta

Direkt an der Küst von Helsinki befindet sich dieses Cafe, in dem vor allem auf die Verwendung von Bioprodukten geschaut wird.

Im Café Brigitta wird besonderer Fokus auf Bioqualität gelegt. Bild: Brigitta Herne Island.

Brigitta ist ein kleines, heimeliges Café in einem Glaskasten direkt an der Küste. Es sind noch nicht alle Zutaten bio, aber man bemüht sich hier, den Bioanteil auszudehnen. Drinnen kann man neben dem offenen Kamin und auf Naturholzmöbeln den Blick auf das Meer bei Nuss-Karamell-Schokoladen-Kuchen oder Tee genießen.

Eira

Eira ist ein Stadteil direkt am Meer, der vor allem durch seine Architektur überzeugt.

Im Stadtteil Eira wird einem die Beziehung zwischen Natur und Mensch bewusst. Bild: Mathias Hörlesberger.

Eira ist  jener Stadtteil, der vor allem von älteren Menschen bewohnt wird, aber wegen seiner neoklassizistischen, teils 80er-Jahre-, teils hypermodernen Architektur sehenswert ist. Da Eira direkt am Meer liegt, bietet sich dieser Stadtteil dafür an, einfach herumzuschlendern und die Abwechslung zwischen Natur und Mensch zu genießen.

Soi Soi

Ein vegetarisch/veganes Hippierestaurant im Viertel Kallio, Helsinki. Zu essen gibt es Burger, Kebap und Süßkartoffelpommes.

Das Restaurant Soi Soi überzeugt mit seinem Hippieflair und Speisen in Bioqualität. Bild: Kai Kuusisto.

Mitten im Herzen des boomenden Viertels Kallio befindet sich dieses kleine vegetarisch-vegane Hippierestaurant. Ob Burger oder Kebab, es gibt von allen Speisen mehrere vegetarische und vegane Variationen in Bioqualität. Und ein vegetarisches Bio-Lunchbuffet. Probiert auch die Süßkartoffelpommes!

www.soisoi.fi

Er nennt Helsinki seine zweite Heimat.

Mathias Hörlesberger teilt seine Lieblingsplätze in Helsinki mit uns. Bild: Mathias Hörlesberger.

Seit drei Jahren ist Helsinki meine zweite Heimatstadt. Was Helsinki von anderen Städten unterscheidet, ist das Verhältnis der Menschen zur Natur. Das spiegelt sich auch in der modernen Architektur (viel Holz, Wiederverwendung bestehender Strukturen, große offene Glasflächen) wider. Auch ein Bewusstsein für eine lange Lebensdauer von Produkten spürt man durch die vielen Second-Hand-Geschäfte, wo Kleidung oder Design-Möbel günstig weiterverkauft werden. Die Stadt greift auch proaktiv durch, indem historische Gebäude im städtischen Besitz zu symbolischen Mietpreisen an junge Leute verpachtet werden, um etwa Permaculture-Farmen oder Gemeinschaftszentren mit Urban-Gardening-Flächen zu schaffen und fördern.

 

Dieser Artikel ist im BIORAMA-Magazin #55 erschienen

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