Welche Fische sind überhaupt noch nachhaltig?

Bild: Flickr, Ilee_wu, CC BY 2.0

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Um die Fischbestände unserer Flüsse, Seen und Meere steht es nicht besonders gut. Von welchen Fischarten man lieber die Finger lassen sollte, verrät der brandneue Einkaufsratgeber von Greenpeace.

 Freitags kommt Fisch auf den Tisch – für viele Menschen eine festgefahrene Gewohnheit. Doch die Anzahl der Fischarten, die von der Ausrottung bedroht sind, steigt stetig an. Um Verbrauchern zu helfen, nur noch Fisch zu konsumieren, der nicht bedroht ist und auf unbedenkliche Art gezüchtet wurde, bringt Greenpeace jährlich einen Einkaufsratgeber zum Thema Fisch heraus. Das Ergebnis ist besorgniserregend. Komplett unbedenklich ist nämlich laut Greenpeace ausschließlich der Karpfen.

Bild: Flickr, Thomas Kohler, CC BY 2.0

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Das heißt jedoch nicht, dass man auf alle anderen Fischsorten in Zukunft verzichten muss, denn laut Greenpeace spielt es auch eine Rolle, wo der Fisch gefangen und gezüchtet wird. Unsere Lieblingsfischgerichte dürfen wir also weiterhin genießen, wenn wir beim Kauf auf einige wichtige Faktoren achten.

Die beliebtesten Speisefische im Detail

Die Dorade ist zwar rot gekennzeichnet und daher von Greenpeace als „nicht nachhaltig“ eingestuft worden, dennoch kann man zur Dorade greifen, wenn sie aus dem Mittelmeer oder dem Nordwestlichen Mittelmeer stammt und mit Fallen oder Langleinen gefangen werden. Auch Doraden aus Aquakultur – darunter versteht man die kontrollierte Aufzucht von Fischen – aus den Ländern Griechenland und Kroatien, die naturlandzertifiziert wurden, sind unbedenklich.

Für die Forelle gilt folgendes: Die Bachvorelle kann man genießen, wenn sie aus Deutschland, Großbritannien, Österreich oder der Schweiz stammt und in Teichen gezüchtet wird. Die Regenbogenforelle aus Teichzucht ist unbedenklich, wenn sie aus Dänemark, Großbritannien, Irland, Italien oder der Schweiz kommt.

Der Hering darf grundsätzlich schon auf dem Teller landen, ist also mit „Grün“ ausgezeichnet worden. Verzichten sollte man auf den Hering dann, wenn er aus dem Nordost- und Nordwestatlantik oder der Bay of Fundy stammt.

Lachs gilt als nicht nachhaltig, außer man entscheidet sich für den Pazifischen Lachs, der aus dem Nordwest- und Nordostpazifik stammt und mit Ringwaden, Schleppangeln oder Stellnetzen gefangen wird.

Auch auf Pangasius sollte verzichtet werden, es sei denn, er stammt aus naturlandzertifizierten Teichen oder Käfigen in Vietnam.

Greenpeace steht mit seinem Einkaufsratgeber für transparente und nachhaltige Einkaufspolitik für Fisch und Meeresfrüchte in Industrie und Handel, ein nachhaltiges Fischereimanagement sowie für großflächige Meeresschutzgebiete.

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