Buchrezension: »Peri Meno«

alle, die sich als Betroffene oder Umfeld Aspekten der Menopause durch einen autobiografischen Comic nähern wollen...

Cover des Buches »Peri Meno« von RInah Lang.
Rinah Lang, »Peri Meno«, Carlsen, 2026. Bild: Carlsen.

Rinah Lang lebt als Illustratorin in Berlin. »Peri Meno« ist ihr erster großer Comicband, sie beschäftigt sich darin autobiografisch mit der Menopause und beschreibt die Veränderungen und Unsicherheiten, ihre Suche nach Informationen bei FreundInnen, in Podcasts und Büchern und bei ÄrztInnen. Diese Suche und deren Ergebnisse zeigen, dass es zwar endlich zunehmend Forschung und Informationen gibt – aber auch, dass die Weise, wie die Menopause eintritt und welche Auswirkungen sie hat, höchst individuell sind. Abseits von Klischees, die hier als mögliche Auswirkungen beschrieben werden, bietet der Comic nicht nur einen Einblick in diesen Abschnitt des Lebens von Rinah Lang, sondern bietet Anknüpfungspunkte und plädiert für mehr Beschäftigung mit dem Thema. Es geht nicht zuletzt um die Möglichkeit, dass Frauen auf Basis von mehr Information selbstbestimmtere Entscheidungen treffen können, aber auch um ein besseres Verständnis im Umfeld und für bessere gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Menopause ist keine Krankheit, deren Auswirkungen zu unterdrücken sind. Vieles, das in »Peri Meno« vorkommt, mag interessierten LeserInnen bereits auf die eine oder andere Weise begegnet sein, das Buch bietet aber einen kompakten Einblick und Anknüpfungspunkte für eine weitere Beschäftigung. Viel mehr von einem Buch, schwer zu wünschen.

Hier gibt’s noch mehr Rezensionen von neuen und immer noch guten Büchern, Filmen, Spielen …

Cover des Buches »Peri Meno« von RInah Lang.

Rinah Lang, »Peri Meno«, Carlsen, 2026. Bild: Carlsen.

BIORAMA #103

Dieser Artikel ist im BIORAMA #103 erschienen

Biorama abonnieren

VERWANDTE ARTIKEL