Unisex-Bio-Paleo: Creams of the Stone Age

Früher war nicht alles besser. Das Leben in der Steinzeit war hart, wohl auch für die menschliche Haut. In Tirol machen zwei Apotheker Biokosmetik ohne industriell verarbeitete Zutaten.

Bild: Creams of the Stone Age.

Die Gesichter hinter »Creams of the Stone Age«, zwei Apotheker aus Berlin und Bayern mit Lebensmittelpunkt in Tirol, setzten in der Produktherstellung auf den sparsamen Einsatz biozertfizierter Inhaltsstoffe und folgen dem selben Grundsatz wie der Trend Paleo-Ernähurng, der sich um möglichst naturbelassene Zutaten ohne Beigabe chemische-synthetischer Zusätze dreht. Was rauskommt, sind unisex Hand-, Gesichts- und Bodylotions, die zuhause gepimpt werden können und sollen.

Biokosmetik nach dem Paleo-Prinzip

Angesprochen auf das Spiel mit dem Trend Steinzeitlebensstil, erklärt Firmengründer Benjamin Nicolaus: »Betrachtet man die Ursprünglichkeit der Zutaten ist die Brücke geschlagen, es kommt nichts hinein, was chemisch-synthetisch, also industriell, erzeugt wurde. Das ist unser Bezug und der Aspekt einer ganzheitlichen Nahrung für die Haut, analog zur artgerechten, ganzheitlichen Ernährung, wie ich die Paleo-Ernährung als Coach eher beschreiben würde.« Mit dem übermäßigen Fleischkonsum im Namen der Paleo-Bewegung will er jedenfalls nicht zu tun haben: »Das Klischee mit dem vielen Fleisch hält sich wacker, aber wer Paleo probiert hat und dabei geblieben ist, lebt heute sehr viel gesünder, das geht in großen Teilen auch vegetarisch – es geht uns mehr um den unverarbeiteten, regionalen und saisonalen Ansatz.«

Bild: Creams of the Stone Age.

Die Paleo-Kosmetik von »Creams of the Stone Age« besteht jedenfalls ausschließlich aus biozertifizierten Inhaltsstoffen, die in möglichst wenigen Verarbeitungsschritten zu Produkten mit Anwendungskomfort werden wollen. Für die beiden steht es im Vordergrund den KundInnen ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, was sie konsumieren.

Mit Baumkraft verbunden

»Creams of the Stone Age« setzt für die Herstellung der Cremes auf Extrakte aus dem Holz des chilenischen Seifenrindenbaumes. Durch diesen Quillaja-Extrakt kann auf die sonst oft in der Naturkosmetik verwendeten Emulgatoren mit aus Palmöl stammenden Ausgangsverbindungen verzichtet werden, gleichzeitig soll der Extrakt auch für ein besonders angenehmes Hautgefühl sorgen.

Das Avocadoöl in den Bodylotions unterstützt die Wiederherstellung trockener Haut und eignet sich auch bei Neurodermitis. Sesam ist nicht nur hervorragend zum Kochen, sondern pflegt auch die Haut. Das ungebleichte Bienenwachs aus kontrolliert biologischem Anbau hinterlässt nach dem Eincremen eine angenehm feine Schutzschicht. Die Biopflanzenöle und ätherischen Öle aus der Provence sorgen für die Haltbarkeit der Produkte.

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Ein eigenes Inhaltsstoff-Wiki auf der Homepage von »Creams of the Stone Age« gibt weitere Auskunft über die genaue Herkunft, den Anbau und die Wirkung der verwendeten Zutaten. Creams oft the Stone Age verzichtet etwa auf Palmöl, für das bekanntlich Regenwald in katastrophalem Ausmaß abgeholzt wird. Statt dessen wird Avocadoöl verarbeitet, das mittlerweile aus sehr vergleichbaren Gründen in der Kritik steht.

Benjamin Nicolaus dazu: »Das sehen wir heute auch kritischer, dennoch ist Avocadoöl ein hervorragender Rohstoff und bei uns immerhin derzeit aus kontrolliert biologischem Anbau. Allerdings werden wir unser erstes Projekt auf diese Thematik fokussieren und sehen, was wir damit erreichen können. Derweil kann ich dazu nur so viel sagen: Wir werden es aus der Nachhaltigkeitsrücklage finanzieren müssen, daher unterstützt uns fleißig!«

Seit Dezember gibt es zusätzlich zu Handcreme und Bodylotion nun auch ein Gesichtsfluid – unisex und für alle Hauttypen. Allerdings wird explizit zum Selberpanschen aufgerufen. Besonders Menschen mit Problemhaut kann die reduzierte Rezeptur, die einfach mit einem Zusatzstoff ergänzt werden kann, neuen Anwendungskomfort bieten: »Weniger ist auch hier mehr. Man kann das Gesichtsfluid natürlich pur anwenden und sollte das auch unbedingt ausprobieren. Dennoch können kleine Mengen eines Öls, fein verrieben mit der Creme, bei trockener Haut im Gesicht gut wirken und durch die Verreibung mit dem Gesichtsfluid wird das Öl mit in die Micellen der Creme aufgenommen und liegt dadurch nicht so auf. Glänzen wird auch nicht vorkommen. Bei Mischhaut kann man mit dem Airless (Spender, Anm.) perfekt Kleinstmengen dosieren und mit Öl mischen, das ist schon eine echte Bereicherung!«

Ein paar Empfehlungen von Benjamin Nicolaus dazu, wie man das Gesichtsfluid mischen könnte:

Jeweils ein halber Pumpstoß aus dem Spender

+ 1-2 Tropfen Arganöl ergibt eine klassische reichhaltige Tagesgrundierung und schützt bei Kälte

+ 1  Tropfen Borretschöl für trockene Haut, reichhaltig

+ 1-3 Tropfen Jojobaöl zieht schnell ein, frischer Look

+ 1-2 Tropfen Hanföl auf fettiger Haut über Nacht, trocknend

+ 1-2 Tropfen Schwarzkümmelöl auf trocken-schuppiger Haut

+ 1  Tropfen Mandelöl als klassische reichhaltige Tagesgrundierung

 

Bild: Creams of the Stone Age.

Wer die Steinzeitkosmetik ausprobieren möchte, findet hier nicht nur eine Bezugsquelle, sondern auch die umfassende Hintergrundinfo zu den Inhaltsstoffen – bis auf das brandneue Gesichtsfluid gibts die Informationen zu den Produkten übrigens auch auf Codecheck. Außerdem kannst du hinter Tür 13 des BIORAMA Ökofundi-Adventkalenders 3 x ein umfassendes Set bestehend aus allen Creams of the Stone Age gewinnen! Teilnahme bis 20. 12. 2018. 

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