Biolokal: Espresso in Wien

Naturweinbar, Biobistro und Greißler...

Ein Teller mit einem Omelette und einer Semmel von oben.
Miteingezogen in die Lokalerweiterung mit Shop ist mit Julian Lubinger der Betreiber der zeitgemäßen Backstube »Ährnst«. So gibt es frisches Plundergebäck, Focaccia und das Brot für Tramezzini – 100 % bio und mit gepflegtem Sauerteig hergestellt. Bild: Espresso.

Julia Zerzer und Michael Novak haben 2004 das Espresso in der Wiener Burggasse übernommen und dementsprechend 2024 ihr 20-Jahr-Jubiläum gefeiert. Sie haben das Lokal im Laufe dieser Jahre mit viel Einsatz verändert und angepasst: Eines der Lokale, in dem sich viele zu Hause gefühlt und auch ihre Partys gefeiert haben, wurde es sehr schnell. Irgendwann nannte man es Szenelokal. Heute ist es nicht ganz überraschend Biobistro, Naturweinbar und auch ein kleiner Greißler. Aufgelegt wird seit Kurzem auch wieder – freitags und samstags. Bio war dem Paar dabei schon in ihrem alten Lokal, dem inzwischen weitergegebenen »Wirr« (ebenfalls Burggasse), ein Anliegen: »Vor allem bei tierischen Produkten haben wir schon damals sehr auf bio geachtet. Heute sind fast 100 % unserer Produkte biozertifiziert«, erzählt Julia Zerzer. Es sei ihnen dabei immer darum gegangen, Produkte zu kaufen, zu verarbeiten und zu verkaufen, die »man gut verträgt und die bei Tier, Boden und Mensch möglichst geringen Schaden angerichtet haben und anrichten«.
Im Espresso gibt es eine recht typische Frühstückskarte mit Wiener Klassikern, Ham & Eggs, aber natürlich auch Porridge, Katerfrühstück und veganem Angebot. Standesgemäß bis 15 Uhr. Von Montag bis Freitag wird mittags ein oft fleischloser Tagesteller angeboten, wie auch verschiedene Suppen – und als Alternative eine Fleischspeise wie Gulasch oder selbst produzierte Würstel. Diese können im hauseigenen Buffet, einem Biogreißler – in dem der Betreiber der daneben angesiedelten Biobäckerei Ährnst, Julian Lubinger, auch seine Croissants verkauft –, auch im Glas mit nach Hause genommen werden. Genauso wie man hier all die feinen Zutaten, Obst, Säfte und auch Weine kleiner, fast ausschließlich biozertifizierter ProduzentenInnen kaufen kann, mit denen im Espresso gekocht wird. 

Eine Menschenmenge steht vor einem Lokal.
Aufgelegt wird im Espresso seit Kurzem auch wieder – freitags und samstags. Bild: Espresso.

Geplant ist ein Onlineshop sowie auch die Weinkarte, die ausschließlich Naturwein umfasst, öffentlich zugänglich zu machen. Abends gibt es im Espresso Snacks. Ein rundes Angebot, bei dem nicht überrascht, dass es immer noch so viele begeistert. Und die vielleicht mit dem Espresso älter geworden sind und die nun neben Partys und Musik Naturwein und Biokulinarik genießen.

Mehr Gastronomietipps gibt es hier.

BIORAMA BIOKÜCHE #5

Dieser Artikel ist im BIORAMA BIOKÜCHE #5 erschienen

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