»Ein Teller, viele Hände«: Slow-Food-Fest in Wiener Markterei

Landwirtschaft, Lebensmittel und Leidenschaft: Die Slow Food Cooks’ Alliance bringt KonsumentInnen, handwerkliche ProduzentInnen zusammen...

Österreichische VertreterInnen der Slow Food Cooks' Alliance (Bild: Slow Food Österreich / Mara Hohla)
Österreichische VertreterInnen der Slow Food Cooks' Alliance (Bild: Slow Food Österreich / Mara Hohla)

Landwirtschaft, Lebensmittel und Leidenschaft: Die Slow Food Cooks’ Alliance bringt KonsumentInnen, handwerkliche ProduzentInnen zusammen.

Mittlerweile werde zwar viel über Herkunft und Transparenz gesprochen, sagt Josef Floh. Und bedauert: »Gleichzeitig bleiben die ProduzentInnen hinter unseren Lebensmitteln in der Gastronomie immer noch oft unsichtbar.« Das zweitägige Genussfestival »Ein Teller, viele Hände« möchte das ändern. In der Wiener Markterei soll gezeigt werden, »dass gutes Essen immer das Ergebnis vieler Menschen, vieler Entscheidungen und vieler Beziehungen ist«. 

Josef Floh ist mit seiner biozertifizierten Gastwirtschaft Floh in Langenlehbarn (NÖ) nicht nur ein Pionier der Slow-Food-Bewegung in der österreichischen Gastronomie. Er ist auch österreichischer Sprecher der »Slow Food Cooks’ Alliance«, die am 26. und 27. Juni in Wien erstmals öffentlich auftritt und kulinarisch in Erscheinung tritt. Gleich aus sechs Bundesländern sind VertreterInnen der Allianz vertreten. Unter anderem Clara Aue (Heu & Gabel, Wien), Florian Bucar (Biohotel Der Daberer, Kärnten), Martin Nuart und Philipp Medved (Bär & Schaf, Kärnten) oder Lisa Saahs (Nikolaihof, Niederösterreich).Ihr aller Ziel, so Josef Floh: »Wir Köchinnen und Köche der Slow Food Cooks’ Alliance zeigen, wie Herkunft am Teller sichtbar werden kann – und wie wichtig es ist, Bäuerinnen und Bauern sowie Lebensmittelhandwerker:innen jene Wertschätzung entgegenzubringen, die sie für die Herstellung hochwertiger Lebensmittel verdienen.«

Für die Veranstaltung entwickeln insgesamt 15 Köchinnen und Köche der Slow Food Cook’s Alliance gemeinsam mit rund 30 Slow-Food-ProduzentInnen Gerichte um besondere Lebensmittel und Zutaten. Sie können nicht nur vor Ort verkostet werden. Es gibt auch die Möglichkeit mit ihren ErzeugerInnen zu sprechen. Nicht alle, aber die meisten der vertretenen Betriebe sind biozertifiziert.

Begleitend findet in der Markterei ein »Markt der Erde« als Pop-up-Veranstaltung statt. Es gibt eine Verkostungswerkstatt mit Sensorik- und Verkostungsformaten (rund im Wein, Brot und Öl). Außerdem geben die beiden Slow-Food-Presidi Einblicke in traditionelle Weinproduktionsmethoden und regionale Weinkultur: Wiener Gemischter Satz und Roter Veltliner Donauterrassen. Am Freitag (um 20 Uhr) findet außerdem eine öffentliche ExpertInnendiskussion zum Thema Herkunftskennzeichnung statt. Ziel der Veranstaltung sei, »zu zeigen, dass Genuss und Verantwortung untrennbar zusammengehören«, sagen Christina Kottnig und Monika Liehl, Vorsitzende von Slow Food Österreich.

Freitag 26. Juni (14-22 Uhr) und Samstag 27. Juni (10-16 Uhr)
Markterei Wien
Wien 9, Severingasse 7
Eintritt frei

Podiumsdiskussion: Freitag, 26.6. um 20 Uhr

26. Juni 14:00 27. Juni 16:00

Eintritt frei